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08.06.2026
Auch ein Gang über den Springplatz durfte an diesem Tag nicht fehlen.
Foto / Quelle: Till Kupitz / Erzbistum Paderborn

„Wir sind alle VIPs“

Erzbistum Paderborn und Veranstalter des Longines Balve Optimum organisieren Inklusionstag.

Balve

„Wie fühlt sich ein Pferd an?“, „Was braucht es, damit Mensch und Pferd einander vertrauen?“ und „Wie gelingt es Menschen trotz Beeinträchtigung reiterliche Spitzenleistungen zu erbringen?“ Während auf dem Turnierplatz in Balve um Bestzeiten, Wertnoten und Meistertitel gerungen wurde, erhielt eine Gruppe junger Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen am Turnierfreitag exklusive Einblicke hinter die Kulissen des hochrangigen Reitsportevents.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter von elf bis 17 Jahren, die aus verschiedenen Teilen des Erzbistums angereist waren, erlebten Pferde aus nächster Nähe, sie griffen zum Striegel und Hufkratzer und erkundeten schließlich den weitläufigen Springplatz gemeinsam mit Reiterin Stephi de Boer, die sich erst im vergangenen Jahr den Meistertitel im Springreiten sicherte. Am Nachmittag besuchten Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Kerstin von der Linden die Gruppe junger Menschen. Die WDR-Moderatorin engagiert sich als Botschafterin des Longines Balve Optimum für die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressur. Ein besonderes Highlight wartete jedoch am Ende des Aktionstages, den das Erzbistum gemeinsam mit dem Veranstalter des Reitturniers gestaltete: ein Treffen mit einigen erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern im Para-Reiten.

Das Highlight des Aktionstags war für viele das Treffen mit den Para-Reiterinnen und -Reitern.
Foto / Quelle: Till Kupitz / Erzbistum Paderborn

Nicole Thurau-Stoeck, Schulleiterin der Caritasschule Mariannhill in Arnsberg, zeigt sich am Ende des Aktionstages sichtlich beeindruckt. „Wir konnten die Pferde hautnah erleben und durften den Parcoursplatz besichtigen. Der Erzbischof hat bei seinem Besuch so warme Worte für unsere besonderen Menschen gefunden. Er hat uns das Gefühl vermittelt, alle gleichermaßen besonders zu sein und besonders gesehen zu werden.“ Dieser Tag, beschreibt die Schulleiterin, sei wirklich Inklusion gewesen. „Wir sind nicht aufgefallen: Wir waren ein großer Teil von allem.“ Ihnen gegenüber hätten die sogenannten „VIPs“ ihre Plätze eingenommen, erinnert sich Nicole Thurau-Stoeck. „Am Ende dieses Tages sind wir alle „VIPs“, zeigt sie sich dankbar.

Auch Emily ist begeistert nach dem Aktionstag in Balve. Besonders gefallen habe ihr der Kontakt zu den Pferden, das Streicheln und Putzen, erklärt die 13-Jährige und ergänzt: „Ich fahre glücklich nach Hause. Das, was wir heute erlebt haben, erleben wir nicht jeden Tag.“ Bei der 16-jährigen Alina hat der Tag auf dem Turniergelände Ambitionen geweckt: „Ich würde am liebsten nochmal herkommen und selbst reiten.“ Der 13-jährige Ibrahim ist dankbar für die schöne Erfahrung: „Alle waren sehr nett zu uns. Ich hoffe, wir können im nächsten Jahr wiederkommen.“

Streicheln, putzen, Hufe auskratzen: Die Kinder und Jugendlichen erlebten die Pferde in Balve hautnah.
Foto / Quelle: Till Kupitz / Erzbistum Paderborn

„Dieser Aktionstag auf dem Reitsportturnier in Balve ist eine Premiere für das Erzbistum Paderborn“, erklärt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz im Anschluss an das vielfältige Programm: „Heute ging es um Inklusion und Teilhabe.“ Gemeinsam mit dem Veranstalter des Reitturniers habe das Erzbistum Kinder und Jugendliche mit Inklusionshintergrund nach Balve eingeladen. Sie sollten erleben, wie Para-Sportler mit ihrer eigenen Beeinträchtigung Mut machen können.

„Es war großartig, zu sehen, wie die Kinder mit den Sportlerinnen und Sportlern ins Gespräch gekommen sind und wie sie gehört haben, was es braucht.“ Erzbischof Dr. Bentz sei es wichtig gewesen, den Kindern und Jugendlichen einige ermutigende Botschaften mit auf den Weg zu geben: „Glaube daran, dass etwas in dir steckt, das großartig ist. Gott hat dir eine Würde gegeben und Gaben, die es zu entdecken gilt. Trau dir etwas zu! Du brauchst Menschen an deiner Seite, die dich ermutigen“, fasste Bentz zusammen und zeigte sich zufrieden. Inmitten des zunächst ungewöhnlich anmutenden Ambientes sei es gelungen, die christliche Botschaft für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen, bekräftigte der Erzbischof und dankte den Veranstaltern des Longines Balve Optimum für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

pdp

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