Welterbe Corvey: Wintersaison mit öffentlichen Führungen
In der Welterbestätte Corvey ist es ruhiger geworden. Im Rahmen von Führungen ist ein Besuch auch in den kommenden Monaten möglich.
Karolingisches Westwerk, barocke Abteikirche, prachtvolle Schlossräume, Kaisersaal, Fürstliche Bibliothek und nicht zuletzt die Dauerausstellung „Das Jahrtausend der Mönche“ mit Schätzen der Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus im Kapitelsaal am Kreuzgang und im Obergeschoss des Ostflügels des Schlosses: Das Welterbe am Weserbogen ist für Einheimische und Gäste einen Besuch wert. Lehrreich und zeitgemäß werden mehr als 1200 Jahre Geschichte lebendig. Die digitalen Angebote der Kirchengemeinde im Westwerk tragen zum Erlebniswert der Besichtigung bei.
Gänzlich verzichten müssen Höxteraner und Gäste der Stadt auf diese Zeitreise in den nächsten Monaten nicht. Schloss- und Kirchenpforte öffnen sich ab sofort im Rahmen von öffentlichen Führungen. Diese finden bis einschließlich 19. März 2027 immer samstags und sonntags um 11 und 15 Uhr statt. Teilnehmen können die Gäste, wenn sie sich jeweils bis Donnerstag um 14 Uhr angemeldet haben. Treffpunkt ist der Schlossinnenhof. Die Bezahlung erfolgt vor Ort in bar. Anmeldungen nimmt das Team des Kulturkreises Höxter-Corvey unter info@corvey.de oder Telefon 05271/68168 entgegen. Auf diesem Wege können Interessierte wie immer auch Termine für Gruppenführungen vereinbaren.
Keine Winterpause
Die kommenden Monate sind also keine Winterpause, sondern eine Wintersaison. Denn die Führungen erfüllen die Klosteranlage mit Leben. Dazu tragen auch die Sonntagsgottesdienste um 8.30 Uhr sowie die Christmette an Heiligabend (17.30 Uhr) und die Eucharistiefeier zu Ehren des Schutzpatrons St. Stephanus am zweiten Weihnachtstag (8.30 Uhr) in der ehemaligen Abteikirche bei.
Was die Führungen angeht, ist vom 26. Dezember bis 3. Januar Weihnachtspause. Das Büro des Kulturkreises ist vom 23. Dezember bis 4. Januar nicht besetzt.
Die Saison 2027 startet dann am Samstag, 20. März, mit einer Neuerung, die Geschichte schreibt: Der Johanneschor im Obergeschoss des karolingischen Westwerks wird nicht mehr über den südlichen Treppenturm, sondern über eine neu geschaffene Zuwegung barrierefrei zu erreichen sein. Die Gäste gehen aus der Erdgeschosshalle durch die Tür zum Friedhof und gelangen durch einen Verbindungsgang ins angrenzende Domänengebäude. Von dort aus erreichen sie das Obergeschoss des Westwerks über einen neuen Treppenaufgang oder einen eigens eingebauten Aufzug. Der Fahrstuhl schafft die Barrierefreiheit, die das Hauptanliegen dieses exponierten Bauprojekts ist. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Die Vorfreude auf die Inbetriebnahme ist groß. Zunächst aber hoffen der Kulturkreis und die Kirchengemeinde, dass viele Gäste in den Wintermonaten das Angebot der öffentlichen Führungen und auch der Gruppenführungen nutzen.