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06.11.2026
Seit 2024 wird im Hohen Dom zu Paderborn am 18. November ein Gedenkgottesdienst für die Betroffenen sexualisierter Gewalt gefeiert, hier 2025 mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.
Foto / Quelle: Archivfoto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Gemeinsames Gedenken erhellt das Dunkel

Gedenkgottesdienst für Betroffene sexualisierter Gewalt am 18. November im Paderborner Dom mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.

Paderborn

Seit 2024 wird am 18. November im Erzbistum Paderborn jedes Jahr der Gedenktag für Betroffene sexualisierter Gewalt begangen. Aus diesem Anlass feiert Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Mittwoch, 18. November, um 18.30 Uhr mit betroffenen Menschen und Mitgliedern der Unabhängigen Aufarbeitungskommission einen Gottesdienst im Hohen Dom. Die Gebets-Verbundenheit unterstreicht das gemeinsame Anliegen: sexualisierte Gewalt aus dem Dunkel ans Licht zu holen – sowie erfahrenes Leid und den Willen zur Aufarbeitung in den Blick zu nehmen.

Der Gedenktag für Betroffene sexualisierter Gewalt ist im Erzbistum Paderborn Teil der Dunkelfeldinitiative, die die Erzdiözese gemeinsam mit der Betroffenenvertretung 2024 gestartet hat. Die Initiative steht unter dem Leitgedanken „Aus dem Dunkel ans Licht – ein mutiger Schritt für Betroffene sexualisierter Gewalt“. Sexualisierte Gewalt hinterlässt Spuren, die oft im Verborgenen bleiben. Für den Schritt aus dem Dunkel brauchen Betroffene Mut – und Unterstützung.

Dunkelfeldinitiative will Mut machen

Die Dunkelfeldinitiative hat als gemeinsame Aktion der Betroffenenvertretung und des Erzbistums Paderborn das Ziel, das Schweigen über sexualisierte Gewalt zu brechen. Der Name „Dunkelfeld“ verweist auf die Fälle sexualisierter Gewalt, die bislang nicht bekannt oder gemeldet sind. Die Initiative möchte Betroffenen Mut machen, sich zu melden und zu öffnen – sie will zeigen, dass Betroffenen zugehört wird und sie den Weg des Sprechens über ihr Leid nicht allein gehen müssen.

Hintergrund für das gemeinsame Gedenken im Erzbistum am 18. November ist ein Wunsch von Papst Franziskus: Der verstorbene Heilige Vater hatte angeregt, den „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ am 18. November jährlich als Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs zu begehen.

pdp
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