Wallfahrt für Wohnungslose führt am 10. Juni nach Dortmund
Rund 300 Teilnehmende aus den NRW-Bistümern erwartet – Gottesdienst, Begegnung und Freizeitangebote in der Nordstadt.
Am Dienstag, 10. Juni, wird Dortmund Ziel der traditionellen Wallfahrt für Wohnungslose aus den nordrhein-westfälischen Bistümern sein. Unter dem Motto „You’ll never walk alone“ werden rund 300 Teilnehmende in der Dortmunder Nordstadt erwartet. Gastgeber sind das Erzbistum Paderborn und die Katholische Wohnungslosenseelsorge gemeinsam mit zahlreichen kirchlichen und sozialen Initiativen. Der Paderborner Weihbischof Josef Holtkotte wird den gesamten Tag gemeinsam mit den Teilnehmenden verbringen und das Programm begleiten.
Begegnung und Gemeinschaft in St. Joseph
Zentraler Ort der Wallfahrt ist die St. Joseph Kirche in der Dortmunder Nordstadt, Münsterstraße / Heroldstraße. Ab 10.30 Uhr treffen dort die Gruppen aus den verschiedenen NRW-Bistümern ein. Zum Auftakt sind die Gäste zu einer Welcome-Kunstaktion sowie zu Begegnung bei Kaffee und Getränken eingeladen. Ein Gottesdienst bildet den inhaltlichen Auftakt zum Motto „You’ll never walk alone“.
Danach erwartet die Teilnehmenden ein umfangreiches Begegnungs- und Freizeitprogramm mit kostenlosem Essen, Musik, Kunstprojekten sowie verschiedenen Ausflügen. Angeboten werden unter anderem eine Stadtrundfahrt und Besuche mit Führungen an stadtprägenden Orten.
Ab 15.30 Uhr sind die Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Daran schließt sich ein gemeinsamer Abschlussgottesdienst an. Zum Ende des Gottesdienstes besteht die Möglichkeit zu Einzelsegnungen.
Tradition der NRW-Wallfahrt
Die Wallfahrt für wohnungslose und obdachlose Menschen findet seit 1998 jährlich wechselnd in den NRW-Bistümern statt. Bereits 2016 führte sie unter dem Motto „Wer glaubt, ist nicht allein“ nach Dortmund. Im vergangenen Jahr war Köln Gastgeber der Wallfahrt. „Es geht darum, Menschen einen Tag zu schenken, an dem sie willkommen sind, Gemeinschaft erleben und einfach einmal genießen können“, sagt der katholische Wohnungslosenseelsorger Oliver Schütte.
Zugleich verweist Schütte auf die zunehmenden Herausforderungen in der Wohnungslosenhilfe. Die Zahl wohnungsloser Menschen in Dortmund steige weiter an. Besonders die vielerorts ehrenamtlich getragenen Hilfsangebote gerieten dadurch zunehmend unter Druck. Eine wesentliche Ursache sei der Mangel an bezahlbarem Wohnraum.
Kirchen und kirchliche Initiativen engagieren sich in Dortmund seit vielen Jahren umfassend für wohnungslose Menschen. Zu den bekanntesten Einrichtungen zählt die ökumenische Initiative Gast-Haus statt Bank in der Dortmunder Innenstadt. Dort finden Menschen ohne Wohnung unter anderem Tagesaufenthalte, Frühstücks- und Essensangebote, medizinische Versorgung, Beratungsangebote, Hygieneangebote sowie seelsorgliche Begleitung. Auch der katholische Verein Wohl-Tun e.V. bietet regelmäßig verschiedene Hilfsangebote wie das „Café Wohl-Tun“ an.