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12.06.2026
Die Kirche St. Martin in der Dortmunder Gartenstadt war bereits früher Gegenstand von Kunstaktionen (Archibbild).
Foto / Quelle: Wolfgang Maas

Kirchengemeinde St. Martin eröffnet Manifesta-Projekt

Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding würdigt Engagement der Gemeinde St. Martin zur Manifesta 16 Ruhr.

Dortmund

Mit einer Ausstellung zur Geschichte ihres Quartiers, einem vielfältigen Kulturprogramm und neuen Impulsen für das kirchliche Leben vor Ort beteiligt sich die katholische Kirchengemeinde St. Martin in Dortmund-Gartenstadt an der europäischen Kunstbiennale Manifesta 16 Ruhr. Am Sonntag, 21. Juni, wird das Projekt „Nebenan – Quartiersgeschichten – auf dem Weg zur Ehrenamtskirche“ eröffnet. Bis zum 4. Oktober 2026 ist es Teil des offiziellen Begleitprogramms Manifesta 16 Ruhr +.

Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Ein Nachkriegsquartier und seine Kirche“. Sie zeichnet die Entwicklung des Dortmunder Quartiers Gartenstadt und seiner prägenden Architektur nach und verbindet die Geschichte des Stadtteils mit der Entstehung und Bedeutung der Kirche St. Martin. Zugleich richtet sie den Blick auf die Frage, welche Rolle kirchliche Orte künftig für das Zusammenleben in den Quartieren spielen können.

Ausstellung verbindet Quartiersgeschichte und Zukunftsfragen

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Programm mit Konzerten, Filmabenden, Workshops, Begegnungsformaten, Gottesdiensten sowie Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. Zahlreiche Vereine, Initiativen und Partner wirken daran mit.

Für die Diözesanbaumeisterin des Erzbistums Paderborn, Carmen Matery-Meding, ist das Projekt ein beispielhafter Beitrag zur Manifesta 16 Ruhr: „Kirchenräume prägen vielerorts das Gesicht von Stadtteilen und Quartieren. Projekte wie in St. Martin zeigen, dass diese Orte auch künftig wichtige Ankerpunkte für Begegnung, Kultur und gesellschaftliches Miteinander sein können. Hier wird sichtbar, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Kirche gemeinsam mit ihrem Umfeld gestalten.“

„Kirchenräume prägen vielerorts das Gesicht von Stadtteilen und Quartieren. Projekte wie in St. Martin zeigen, dass diese Orte auch künftig wichtige Ankerpunkte für Begegnung, Kultur und gesellschaftliches Miteinander sein können“, unterstreicht Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding.
Foto / Quelle: Erzbistum Paderborn

Besonders würdigt die Diözesanbaumeisterin die breite Beteiligung vor Ort: „Bemerkenswert ist, dass die Initiative aus der Gemeinde selbst heraus entstanden ist. Viele Ehrenamtliche, Vereine, Nachbarschaftsgruppen und weitere Partner bringen ihre Ideen und ihr Engagement ein. Gerade diese Offenheit und die enge Vernetzung im Quartier und in der Stadt Dortmund machen das Projekt zu einem überzeugenden Beispiel dafür, wie Kirche gemeinsam mit den Menschen vor Ort Zukunft gestalten kann.“

Die Manifesta 16 Ruhr nimmt die gesellschaftliche Bedeutung von Orten des Zusammenlebens und des kulturellen Austauschs in den Blick. Im Ruhrgebiet spielen dabei auch Kirchengebäude und ihre Rolle in Stadtteilen und Quartieren eine wichtige Rolle. Das Projekt in St. Martin greift diese Fragestellungen auf und verbindet sie mit der Geschichte der Gartenstadt sowie mit aktuellen Perspektiven für das kirchliche Leben vor Ort.

pdp

Zur Sache

Die Eröffnung des Projekts findet am Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr in der Kirche St. Martin in Dortmund-Gartenstadt statt. Nach der Begrüßung durch den Kirchenvorstand spricht Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding über neue Perspektiven für Kirchenräume. Weitere Beiträge befassen sich mit dem Dortmunder Kirchenbau nach 1945 sowie mit dem Projekt „Nebenan – Quartiersgeschichten – auf dem Weg zur Ehrenamtskirche“. Im Anschluss sind die Gäste zur Besichtigung der Ausstellung sowie zum Austausch eingeladen.Weitere Informationen und das vollständige Programm sind unter www.st-martin-dortmund.de verfügbar.

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