Wilmer übernimmt Führung im mitgliederstärksten Bistum
Bischof Heiner Wilmer (65) folgt auf den pensionierten Felix Genn (76). Damit übernimmt er eine zweite wichtige Position in der Kirche.
Bischof Heiner Wilmer besetzt bald zwei bedeutende Positionen in der katholischen Kirche in Deutschland: Am 21. Juni übernimmt er das Amt des Bischofs von Münster – und klettert damit an die Spitze des mitgliederstärksten deutschen Bistums. Erst im Februar wurde der 65-Jährige zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
Zur Amtseinführung erwartet das Bistum Münster viele Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Den Gottesdienst um 14 Uhr führt der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ein; das Bistum Münster gehört zur Kirchenprovinz Köln. Am Ende der Feier spricht unter anderem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ein Grußwort. Im Anschluss findet ein für jedermann offenes Fest der Begegnung auf dem Domplatz statt. Der WDR sowie die Facebook- und Youtube-Kanäle des Bistums übertragen den Gottesdienst.
Wilmer wuchs auf Bauernhof auf
Wilmer wurde am 9. April 1961 im Emsland geboren. Er wuchs auf einem Bauernhof auf und trat mit 19 Jahren in den Orden der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) ein. Er studierte Theologie und weitere Geisteswissenschaften in Freiburg, Paris und Rom und promovierte über die Mystik in der Philosophie von Maurice Blondel (1861-1949).
Als Lehrer sammelte Wilmer Erfahrung sowohl in der New Yorker Bronx als auch im emsländischen Handrup. 2007 wurde er Provinzial der deutschen Ordensprovinz, 2015 Generaloberer seines weltweit tätigen Ordens in Rom. 2018 ernannte ihn Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim.
Im Bistum Münster folgt Wilmer auf Felix Genn (76), der im März 2025 altersbedingt zurückgetreten war. Zu dem mitgliederstärksten deutschen Bistum gehören knapp 1,6 Millionen Katholikinnen und Katholiken.