„Da steckt ein Vierteljahrhundert Leben drin“
Acht Geistliche feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ihr Silbernes Weihejubiläum.
Acht Priester feierten mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz einen Dankgottesdienst in der Kapelle des Paderborner Bischofshauses. Und das aus gutem Grund: Vor 25 Jahren, am 2. Juni 2001, haben die acht Geistlichen, darunter Domvikar Markus Stadermann, heute Offizial des Paderborner Erzbischofs, im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Der Kern des priesterlichen Dienstes liege darin, „Anwalt des Heiligen zu sein in dieser Welt“, sagte Erzbischof Dr. Bentz in seiner Predigt.
2001 seien kleinere Weihejahrgänge schon die Regel gewesen, erinnerte sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Beginn seiner Predigt. Das neu angebrochene Jahrtausend mit dem Heiligen Jahr 2000 unter dem Motto „Christus gestern, Christus heute, Christus in Ewigkeit“ habe geprägt. Aber die Zeit damals sei auch zur herausfordernden Epochenwende geworden, unter anderem durch die Terrorangriffe am 11. September 2001.
Spagat zwischen Himmel und Erde
Das heutige Weihejubiläum sei ein Anlass, um „Gott für das Geglückte zu danken, aber auch für die Umwege“, machte Erzbischof Dr. Bentz deutlich. Er dankte auch den Jubilaren: „Für Ihren Dienst im Weinberg unseres Erzbistums. Für Ihre Treue. Für Ihre Arbeit und Präsenz. Für das, was sichtbar geworden ist – und auch für das viele, was niemand gesehen hat außer Gott.“
Das priesterliche Dasein bringe notwendigerweise immer einen Spagat “zwischen dem Menschlichen und dem, was Gott ist“ mit sich, erklärte der Paderborner Erzbischof. Priesterliche Existenz in dieser Welt brauche stets „eine klare Mitte und offene Türen, Innerlichkeit und Weltzugewandtheit, fröhliche Gelassenheit und ernste Anstrengung“.
Transformation als geistlicher Ort
Diese Eigenschaften seien auch in der gegenwärtigen Transformation von Pastoral und Verwaltung im Erzbistum nötig, erläuterte Erzbischof Dr. Bentz weiter. „Die Kirche verändert sich. Vieles, was lange selbstverständlich war, ist es nicht mehr.“ Aber Transformation sei kein Niedergang, betonte der Paderborner Erzbischof explizit: „Transformation ist ein geistlicher Ort, an dem wir neu fragen müssen: Was dient dem Evangelium und den Menschen? Was will Christus heute von seiner Kirche im Erzbistum Paderborn?“
In solchen Zeiten brauche es Priester, „die im Gespräch bleiben: mit Christus, mit der Kirche, mit den Menschen, miteinander als Brüder“, unterstrich Erzbischof Dr. Bentz zum Abschluss seiner Predigt: „Ich bitte Gott, dass er in Ihnen lebendig hält, was damals begonnen hat: die Freude an Christus, die Liebe zu den Menschen, die Bereitschaft zum Dienst und die Hoffnung auf den neuen Himmel und die neue Erde.“
pdp
Hintergrund
An der Feier mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nahmen teil: Krankenhauspfarrer und Diözesanbeauftragter für die Klinikseelsorge Frank Wecker (Salzkotten), Krankenhauspfarrer Marc Stücker (Unna), Krankenhauspfarrer Ludger Jakob (Paderborn), Pastor André Aßheuer (Dortmund), Militärpfarrer Sven Hofmann (Bad Frankenhausen), Pastor Olaf Loer (Rheda-Wiedenbrück), Pastor Raphael Schliebs (Bad Wünnenberg) und Offizial Markus Stadermann (Paderborn).