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22.04.2026
Papst Leo XIV. legt Blumen nieder am Grab von Papst Franziskus am 3. November 2025 in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom (Italien).
Foto / Quelle: Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo würdigt Vorgänger Franziskus

Ein guter Hirte trägt den Duft seiner Schafe, pflegte Papst Franziskus zu sagen. Auch wollte er „alle, alle, alle“ in die Kirche einladen. Sichtweisen, die über Franziskus‘ Tod hinaus Geltung haben, sagt sein Nachfolger.

Rom

Papst Leo XIV. hat seinen Vorgänger Franziskus als leidenschaftlichen Verkünder der christlichen Botschaft und fürsorglichen Hirten für alle Menschen gewürdigt. „Am ersten Todestag unseres geliebten Papstes Franziskus lebt sein Andenken in der Kirche und in der ganzen Welt fort“, so Leo in einer Botschaft, die bei der Gedenkmesse für Franziskus am Dienstagabend in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore verlesen wurde. „Sein mutiges Zeugnis ist ein bedeutendes Vermächtnis für die Kirche.“

Da sich Leo XIV. im Rahmen einer elftägigen Afrikareise in Äquatorialguinea aufhielt, wurden seine Worte vom Dekan des Kardinalskollegiums, Giovanni Battista Re, verlesen. In Santa Maria Maggiore befindet sich das Grab des am 21. April 2025 mit 88 Jahren gestorbenen Papstes Franziskus.

Papst in einer Zeit epochalen Wandels

Unermüdlich habe Franziskus das Evangelium der Barmherzigkeit „allen, allen, allen“, verkündet, zitierte sein am 8. Mai 2025 gewählter Nachfolger. „Er war der Nachfolger des Petrus und Hirte der gesamten Kirche in einer Zeit, die einen epochalen Wandel markierte und weiterhin markiert – einen Wandel, dessen er sich vollkommen bewusst war“, betonte Leo.

Auch dank seiner apostolischen Reisen habe Franziskus‘ Zeugnis als fürsorglicher Hirte die Herzen vieler Menschen bis an die Enden der Erde berührt. Dies gelte insbesondere für seine letzte „Reise“, nämlich seine Krankheit und seinen Tod, so der heutige Papst.

Seine Botschaft hallt bis heute nach

Franziskus habe in Übereinstimmung mit seinen Vorgängern das Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) weitergeführt und die Kirche zur Mission aufgerufen, „zur Hüterin der Hoffnung der Welt, mit Leidenschaft für die Verkündigung jenes Evangeliums, das jedem Leben Fülle und Glück schenkt“, erklärte Leo XIV.

„Seine Mahnungen hallen noch heute nach, in eindringlichen Worten ausgedrückt, um die frohe Botschaft verständlicher zu machen: Barmherzigkeit, Frieden, Brüderlichkeit, der Duft der Schafe, das Feldlazarett und vieles mehr“, zitierte der Papst häufig gebrauchte Begriffe seines Vorgängers. „Jeder dieser Ausdrücke führt uns zurück zum Evangelium, das er lebte, in einer neuen Sprache, die dasselbe Evangelium wie eh und je verkündet“, so Leo XIV.

KNA
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