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Was wäre der Papst ohne Papamobil? Eine Frage, die seit 1930 überholt ist. Seither folgt der Stellvertreter Christi auf Erden meist dem Stern aus Stuttgart.
Papst Leo XIV. hat dem deutschen Autobauer Mercedes-Benz für die fast 100-jährige Belieferung mit Fahrzeugen gedankt. Seit dem ersten Mercedes-Benz Nürburg 460 für Pius XI. von 1930 sei das „Papamobil“ vom reinen Fortbewegungsmittel zum Instrument der Begegnung mit den Menschen bei Papstbesuchen und öffentlichen Feierlichkeiten geworden, sagte er am Mittwoch vor Unternehmensvertretern.
„Auf diese Weise hat Ihre Arbeit dazu beigetragen, den Auftrag der Kirche zu unterstützen, auf die Menschen zuzugehen und die Botschaft von Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe in die Welt zu tragen“, so Leo XIV. anlässlich der Ausstellung „Ein Jahrhundert Papamobil“, die ab Donnerstag in den Vatikanischen Museen gezeigt wird.
Erstes E-Papamobil
Generationen von Designern, Ingenieuren und Mitarbeitern hätten mit Einsatz und Fachwissen diese langjährige Partnerschaft ermöglicht. „Ich ermutige Sie, technologische Innovationen weiterhin in den Dienst der Menschenwürde, der Sorge für die Schöpfung und des Gemeinwohls zu stellen“, so Leo XIV. an die Konzernvertreter.
Beispielhaft sei das erste vollelektrische Papamobil, das für Papst Franziskus für das Heilige Jahr 2025 kreiert wurde. Leo XIV. betonte die Nachhaltigkeit als Anliegen der Kirche. Er selbst ist als begeisterter Autofahrer und Technik-Fan bekannt.
Acht Papstmobile und allererstes Auto
Die Ausstellung „100 Jahre Papamobil“ zeigt acht historische Fahrzeuge, darunter den Mercedes-Benz Nürburg 460. Neben dem ersten Fahrzeug, das regelmäßig von einem Papst genutzt wurde, wird auch der Mercedes-Benz 300 d Landaulet gezeigt, der 1960 für Johannes XXIII. gefertigt wurde. Ebenso ist der Benz Patent-Motorwagen von 1886 zu sehen, der als das erste Automobil der Geschichte gilt. Ergänzt wird die Schau mit einer modernen S-Klasse.
„Für Mercedes-Benz ist es eine Ehre und ein Privileg, dem Papst seit fast einem Jahrhundert diesen Dienst erweisen zu dürfen“, so der Präsident des deutschen Unternehmens in Italien, Marc Langenbrinck, in einem Beitrag für den Ausstellungskatalog.
KNA