Feierlicher Spatenstich
Der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. (VKA) hat den Bau des VKA Hospiz- und Palliativzentrums PAULINE begonnen.
Auf dem Gelände der Schwestern der Christlichen Liebe entsteht ein Angebot für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant. Der VKA investiert rund 4,2 Millionen Euro in den Bau. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit der Dreker Bau GmbH aus Salzkotten sowie der GTA Gesellschaft für Tiefbau und Abbruch mbH aus Borchen. Mit der Vergabe an lokale Unternehmen stärkt der VKA gezielt die regionale Wirtschaft und setzt zugleich auf kurze Wege sowie nachhaltige Strukturen.
Das Zentrum vereint künftig ein stationäres Hospiz, ein Tageshospiz, den ambulanten Hospizdienst VKA AchtsamZeit und die Beratungsstelle LebensWert. Damit wird die palliative Versorgung in Paderborn und im gesamten Erzbistum deutlich gestärkt.
Ganzheitliche Begleitung
Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Einzigartigkeit und Würde. Aus christlicher Überzeugung heraus begleitet der VKA schwerstkranke und sterbende Menschen ganzheitlich – medizinisch, pflegerisch und spirituell. Ziel ist es, ein Leben bis zuletzt in Geborgenheit, Würde und größtmöglicher Selbstbestimmung zu unterstützen.
„Mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE schaffen wir einen Ort, an dem Menschen in der letzten Phase ihres Lebens Geborgenheit, Würde und professionelle Begleitung erfahren. Dass so viele Menschen dieses Bauprojekt unterstützen, zeigt, wie wichtig ein solcher Ort für unsere Gesellschaft ist“, erklärt VKA Vorstand Timo Halbe.
„Gerade in der Hospizarbeit geht es darum, Orientierung und Halt zu geben – für die betroffenen Menschen selbst ebenso wie für ihre Angehörigen“, betont Ulrike Molitor, Geschäftsleitung Bereich Ethik im VKA. Mit dem neuen Zentrum schließt der VKA eine wichtige Versorgungslücke. „Unser Auftrag ist es, Menschen dort zu begleiten, wo sie stehen – zu Hause, im Tageshospiz, im stationären Hospiz oder in der Suizidpräventionsstelle für Menschen ab dem 60 Lebensjahr. Das VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline wird dabei ein zentraler Baustein für die Versorgung im Erzbistum Paderborn sein“, sagt Marek Konietzny, Geschäftsführer der Marienheim gGmbH.
Möglich wird der Bau durch die breit angelegte Spendenkampagne – geliebt – getragen – getröstet. In deren Rahmen haben zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen aus Kunst, Kultur, Musik und Begegnung dazu beigetragen, das Projekt bekannt zu machen und Spenden zu sammeln. Dazu gehörte zuletzt die Sonderausstellung „TRAPASSO – HINÜBERGEHEN“, die in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Paderborn stattfand. „Unser Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen im gesamten Erzbistum Paderborn für ihre großzügigen Spenden. Im Zusammenspiel mit dem engagierten Einsatz des Erzbistums wird dieser besondere Tag heute erst möglich“, unterstreichen Halbe und Konietzny.
Hintergurnd
Die Realisierung des Projekts ist mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden. Für die Gäste und ihre Angehörigen entstehen später keine Kosten; der Träger übernimmt die gesetzlich festgelegten fünf Prozent in Eigenleistung, während die anderen 95 Prozent von den Kranken- und Pflegekassen getragen werden. Ein wesentlicher Teil dieser Kosten wird jedoch nicht refinanziert. Daher ist der VKA auf Spenden angewiesen. Jede Spende, ob groß oder klein, trägt dazu bei, schwerstkranken Menschen einen würdevollen Lebensort zu ermöglichen: www.vka-hospiz-pauline.de