Caritas-Netzwerk kritisiert Kürzungen bei sozialem Engagement
„Das ist nicht der Moment für Kürzungen, das ist der Moment für Investitionen“, fordern die Caritas-Konferenzen des Landes.
Wer sich gesellschaftlich engagiert, muss nach Worten der Caritas-Konferenzen des Landes (CKD) mit einer verlässlichen Finanzierung dieses Einsatzes rechnen können. „Wir erleben gerade, wie bewährte Programme gestrichen werden und Engagementstrukturen wegbrechen. Das ist nicht der Moment für Kürzungen, das ist der Moment für Investitionen“, erklärte Bundesgeschäftsführerin Susanne Schattschneider.
Den Angaben zufolge engagieren sich bundesweit mehr als 40.000 Menschen in der CKD in Krankenhäusern, Suppenküchen, Kleiderläden, Besuchsdiensten und Nachbarschaftsprojekten. „Sie tun das freiwillig, verlässlich und oft dort, wo sonst niemand ist“, hieß es. Um dauerhaft dort zu arbeiten, brauche es „stabile Strukturen, klare rechtliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die Ehrenamt nicht verwaltet, sondern ermöglicht und einbezieht“.
Gegen "kurzfristige Projektlogiken"
Hintergrund ist ein am selben Tag veröffentlichtes Positionspapier des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Die Caritas-Konferenzen des Landes gehören nach eigenen Angaben als BBE-Mitglied zu den Erstunterzeichnenden. Das Bundesnetzwerk fordert etwa ein bundesweites Engagementfördergesetz und „mehrjährige Förderzeiträume anstelle kurzfristiger Projektlogiken“.
Die Caritas-Konferenzen verstehen sich als bundesweites Netzwerk von rund 45.000 Ehrenamtlichen in der sozialen und karitativen Arbeit. Als Fachverband im Deutschen Caritasverband vertritt die CKD den Angaben zufolge die Interessen engagierter Menschen.