Abschied von einem vertrauten Ort
Zwischen Dankbarkeit und Wehmut: Profanierung der St. Konrad-Kirche in Dortmund-Wickede.
Mit einem bewegenden Gottesdienst ist am 21. April die St. Konrad-Kirche offiziell profaniert worden. Für viele Gemeindemitglieder bedeutete dieser Tag weit mehr als das Ende der Nutzung eines Kirchengebäudes – er markierte einen tiefen Einschnitt in das religiöse und persönliche Leben zahlreicher Menschen. Zwischen Dankbarkeit und spürbarer Wehmut versammelte sich die Gemeinde ein letztes Mal in St. Konrad, der über Jahrzehnte hinweg Ort von Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und unzähligen Gottesdiensten gewesen war.
In den Gebeten und Ansprachen stand der Rückblick im Mittelpunkt. Die Kirche wurde als Ort gewürdigt, an dem Menschen „geglaubt, gehofft und geliebt“ haben, so Pfarrer Ludger Keite. Von der Taufe über die Trauung bis hin zum letzten Abschied. Alles, was in den Mauern geschehen sei, wurde symbolisch „in Gottes Hände zurückgelegt“. Viele Besucher verbanden ganz persönliche Erinnerungen mit dem Gebäude.
Gott wohnt in den Herzen
Einen zentralen Gedanken formulierte Pfarrer Ludger Keite deutlich: „Gott wohnt nicht ausschließlich in Gebäuden. Vielmehr wohnt Gott in den Herzen der Menschen“. Damit lenkte er den Blick bewusst weg vom Verlust des Gebäudes hin zur bleibenden Bedeutung des Glaubens in der Gemeinschaft. Im Anschluss an die liturgische Feier luden die beiden Gruppen CAG und kfd alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Fest ein. Bei Gesprächen, Erinnerungen und Begegnungen wurde deutlich, dass die St. Konrad-Kirche zwar als Gebäude ihre ursprüngliche Funktion verliert, die Gemeinschaft jedoch bestehen bleibt.
Viele nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und gemeinsam zurückzublicken. Zugleich wurde spürbar, dass der Abschied auch Raum für neue Perspektiven eröffnet.