570.000 Bundesbürger nutzen Organspenderegister
Ein Organspendeausweis kann verloren gehen. Daher gibt es die Möglichkeit, eine Entscheidung im Organspenderegister zu hinterlegen.
Mehr als 570.000 Menschen haben bisher ihre Haltung zur Organspende im deutschen Register für Organ- und Gewebespende dokumentiert. Dabei seien 2025 rund 223.000 Erklärungen dort dokumentiert worden, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am Dienstag in Bonn mit. Das Register war im März 2024 gestartet worden.
Wie das Bundesinstitut weiter mitteilte, steht die große Mehrheit der Erklärenden einer Organ- und Gewebespende grundsätzlich positiv gegenüber: 81 Prozent stimmten einer Spende uneingeschränkt zu. Rechnet man eingeschränkte Zustimmungen hinzu, ermöglichten insgesamt rund 88 Prozent der Erklärungen potenzielle Organ- und Gewebespenden.
Unterschiede zwischen Generationen
Dabei zeigen sich laut dem Institut Unterschiede zwischen Altersgruppen und Bundesländern. Während jüngere Menschen häufiger einzelne Organe oder Gewebe von einer Spende ausschließen, dokumentieren ältere Menschen häufiger einen generellen Widerspruch gegen eine Organ- und Gewebespende. In den östlichen Bundesländern werden tendenziell mehr Widersprüche dokumentiert.
Das Organspenderegister ermöglicht die digitale Dokumentation einer Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende. Die Erklärung kann jederzeit geändert oder gelöscht werden. Ein wesentlicher Vorteil des Registers besteht darin, dass die Erklärung im Ernstfall zentral verfügbar ist und – anders als ein Organspendeausweis – nicht verloren gehen kann.
Für die Abgabe einer Erklärung stehen zwei digitale Zugangswege zur Verfügung: direkt über die Website des Organspenderegisters (www.organspende-register.de) oder über die Apps der Krankenkassen. Bei der Nutzung der Website erfolgt die sichere Authentifizierung mithilfe der Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises. Alternativ kann die Anmeldung auch über die App der Krankenkasse mit der Gesundheits-ID erfolgen.