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17.04.2026
Papst Leo XIV. spendet den Segen nach einem Gottesdienst am 16. April 2026 am Flughafen von Bamenda (Kamerun).
Foto / Quelle: Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen

Zwei große Ansprachen hat Papst Leo XIV. in der Krisenregion Nordwest in Kamerun gehalten. In seiner Predigt am Donnerstagnachmittag verriet er das Geheimnis für den Mut der Christen im Angesicht der Mächtigen.

Bamenda

Mit einem großen Gottesdienst unter freiem Himmel am Flughafen von Bamenda hat Papst Leo XIV. seinen Abstecher in die Region Nordwest in Kamerun beendet. In seiner Predigt am Donnerstagnachmittag vor mehreren Zehntausend Menschen ermutigte er die Bevölkerung, sich für eine bessere Gesellschaft einzusetzen.

Er räumte ein, die Hoffnung auf eine friedliche und versöhnte Zukunft sei durch Armut, Nahrungsmittelkrise sowie durch moralische, soziale und politische Verfallserscheinungen bedroht. Dies führe auch zur massiven Abwanderung ins Ausland, insbesondere von jungen Menschen.

Gegen die Ausplünderer Afrikas

Zu diesen inneren Problemen, die oft von Hass und Gewalt genährt würden, kämen dann noch „von außen verursachte Übel“ hinzu. Verursacher seien jene, „die den afrikanischen Kontinent um des Profits willen weiterhin ausbeuten und plündern“.

In der von Separatismus-Konflikten geprägten Region rief der Papst die Menschen dazu auf, „das Mosaik der Einheit aus der Vielfalt und dem Reichtum des Landes und des Kontinents neu zusammenzufügen und eine Gesellschaft zu bilden, in der Friede und Versöhnung herrschen“.

Statt sich in Resignation und Ohnmacht zu ergeben, sollten sie selbst den Wandel in die Hand nehmen. „Gott macht uns zu mutigen Menschen, die dem Bösen trotzen und Gutes bewirken“, rief der Papst.

Gott gehorchen, weil er allein Gott ist

Mit Nachdruck erinnerte er an ein Wort des Apostels Petrus, der gesagte hatte: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Dieser Mut werde „zum kritischen Gewissen, zu einer prophetischen Stimme, zu einer Anklage gegen das Böse, und dies ist der erste Schritt, um Veränderungen herbeizuführen“, so der Papst.

Weiter sagte er: „Wir müssen Gott gehorchen, nicht den Menschen. Wir müssen ihm gehorchen, weil er allein Gott ist.“ Ausdrücklich wandte sich der Papst gegen Vermischungen des katholischen Glaubens „mit Traditionen esoterischer oder gnostischer Art, die in Wirklichkeit oft politische und wirtschaftliche Zwecke verfolgen“. Und weiter: „Gott allein befreit, nur sein Wort eröffnet Wege der Freiheit, nur sein Geist macht uns zu neuen Menschen, die dieses Land verändern können.“

KNA
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