Mariä Lichtmess ist da - sagt einer Mehrheit aber nichts mehr
Erst jetzt bauen manche Menschen ihre Krippe ab: Traditionell dauerte die Weihnachtszeit bis Mariä Lichtmess an.
Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland können mit dem katholischen Feiertag Mariä Lichtmess offenbar nichts anfangen: 59 Prozent können die Bedeutung nicht erklären. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Montag veröffentlichte. 10 Prozent können die Bedeutung „eher beschreiben“, 3 Prozent „voll und ganz“. Online befragt wurden laut Angaben 10.007 Personen über 18 Jahren.
Traditionell sind mit dem 2. Februar Kerzensegnungen und Lichterprozessionen verbunden. 40 Tage nach Weihnachten ging damit früher in vielen katholischen Familien die Weihnachtszeit zu Ende. Seit der Liturgiereform von 1970 endet der Weihnachtsfestkreis aber offiziell schon am Sonntag nach dem 6. Januar. Manche halten allerdings am alten Brauch fest und bauen erst zu Lichtmess ihre Krippe ab.
Längere Tage sorgen für Vorfreude
Mariä Lichtmess hatte über Jahrhunderte auch eine wichtige Bedeutung im bäuerlichen Arbeitsjahr. Knechte und Mägde bekamen dann ihren Jahreslohn und konnten den Dienstherrn wechseln. Die Wetterregeln zu Lichtmess handeln von der Vorfreude auf den Frühling. Bekannt sind etwa „Scheint an Lichtmess die Sonne heiß, bringt der Märzen Schnee und Eis“ oder „Lichtmess im Klee, Palmsonntag im Schnee.“ Verbreitet sind auch die Bauernregeln „Um Martin schlachtet der Bauer sein Schwein. Das muss bis Lichtmess gefressen sein“ und „Lichtmess trüb ist dem Bauern lieb.“
KNA