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22.09.2026
Kriege bedrohen die Versorgung der Menschheit mit Lebensmitteln.
Foto / Quelle: Opladen/Welthungerhilfe

Hilfswerk: Kriege und Blockaden treiben weltweiten Hunger an

Die Straße von Hormus ist dicht, und auch der Getreidehandel aus der Ukraine stockt weiterhin. So verschlimmern Kriege den weltweiten Hunger.

Bonn/Berlin

Kriege und ihre unmittelbaren Folgen erschweren die Bekämpfung des Hungers in der Welt. Vor allem durch militärische Blockaden wie aktuell in der Straße von Hormus im Persischen Golf oder die Handelsengpässe durch den russischen Krieg in der Ukraine stiegen Produktions- und Transportkosten auf den Lebensmittelmärkten weltweit an, erklärte die Welthungerhilfe am Dienstag. Mangelernährung, Einkommensverluste und zerstörte Lebensgrundlagen machten Menschen anfälliger für weitere Krisen und neue Konflikte.

„Die Kriege sind längst nicht mehr nur dort zu spüren, wo gekämpft wird. Was als regionaler Konflikt beginnt, kann über Energie-, Handels- und Ernährungssysteme zu einem globalen Sicherheitsrisiko werden und verheerende Kettenreaktionen auslösen“, warnt der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge. Treibstoff und Düngemittel verteuerten sich, Engpässe bei Getreide ließen die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel in die Höhe schießen.

Weitere 45 Millionen Menschen leiden Hunger

Die Welthungerhilfe verweist auf eine UN-Schätzung, wonach alleine durch die Blockade von Hormus und den Konflikt im Roten Meer 45 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen sein könnten.

Zu Beginn der UN-Generaldebatte in New York am Dienstagnachmittag (Ortszeit) fordert das Hilfswerk deswegen, beim Thema Sicherheit auch die Hungervorsorge mitzudenken. Ernährungssicherheit dürfe „nicht einfach eines von vielen Themen“ sein, betonte Mogge. „Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, ein selbstbestimmtes Leben und Zukunftschancen und damit entscheidend für die Widerstandsfähigkeit und Stabilität von Gemeinschaften und Gesellschaften.“ Die Bundesregierung müsse gleichzeitig Kürzungen im Bundeshaushalt für Krisenprävention zurücknehmen.

KNA
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