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22.05.2026
Die Pilgergruppe aus dem Erzbistum Paderborn versammelt sich zum traditionellen Gruppenfoto vor der Rosenkranzbasilika.
Foto / Quelle: Raphael Athens

Gemeinschaft, Glaube und Zuversicht

Unter Leitung der Malteser fand die diözesane Wallfahrt nach Lourdes statt. Insgesamt machten sich 240 Pilgerinnen und Pilger auf den Weg.

Lourdes / Paderborn

Die Wallfahrt stand unter dem Jahresmotto „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“. Dieses Leitwort des Heiligtums von Lourdes 2026 prägte die Tage der Gemeinschaft, des Gebets und der Ermutigung in besonderer Weise.

Bereits am Montag starteten 47 Buspilgerinnen und Buspilger von Paderborn aus in Richtung Südfrankreich. Die Fluggruppe folgte am Dienstag. Trotz einer leichten Verspätung verlief die Anreise auf beiden Wegen ruhig und reibungslos. Noch am Dienstagnachmittag begann das gemeinsame Programm mit dem feierlichen Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Matthias König in der Rosenkranzbasilika. Im Anschluss wurde die Pilgerkerze aufgestellt – ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit der Paderborner Gruppe mit allen Menschen, die ihre Anliegen und Hoffnungen mit nach Lourdes gegeben hatten.

Die Pilgerinnen und Pilger aus der Krankenherberge wurden bestens betreut und sicher zu den Veranstaltungen begleitet.
Foto / Quelle: Raphael Athens

Am Mittwoch feierten die Pilgerinnen und Pilger zunächst einen gemeinsamen Gottesdienst in der Kapelle St. Josef. Wegen der schlechten Wetterprognose wurde das Gruppenfoto vorgezogen. Tatsächlich zeigte sich das Wetter ab der Wochenmitte wechselhaft, doch die Stimmung in der Pilgergemeinschaft blieb durchweg gut. Gerade in diesen Tagen wurde spürbar, was die Lourdes-Wallfahrt der Malteser auszeichnet: Unterstützung, Begleitung und eine starke Gemeinschaft über Generationen hinweg. Die älteste Teilnehmerin war 93 Jahre alt, der jüngste Pilger erst wenige Monate.

Ein besonderer Höhepunkt war das Hochamt an Christi Himmelfahrt in der unterirdischen Basilika Pius X., an dem mehrere tausend Menschen aus aller Welt teilnahmen. Die internationale Atmosphäre von Lourdes wurde dabei eindrucksvoll erlebbar. Auch darüber hinaus gehörten die Begegnungen an der Grotte, gemeinsame Gebetszeiten und die abendlichen Lichterprozessionen zu den prägenden Momenten der Wallfahrt.

Weihbischof Matthias König beim Anzünden der Paderborner Pilgerkerze.
Foto / Quelle: Raphael Athens

Wegen des anhaltend schlechten Wetters musste die für Freitag geplante Messe an der Grotte in die Kirche St. Bernadette verlegt werden. Dort feierten die Pilgerinnen und Pilger aus Paderborn gemeinsam mit Wallfahrtsgruppen aus Mainz, Limburg und Fulda. Auch das gemeinsame Singen – in der Krankenherberge und an weiteren Tagen in den Hotels – sorgte für viele verbindende und herzliche Momente. Gerade für die kranken und behinderten Teilnehmenden wurden Nähe und Fürsorge in der Gemeinschaft so ganz konkret erfahrbar.

Am Samstag endete das Paderborner Wallfahrtsprogramm mit einem Abschlussgottesdienst in der Kapelle Notre-Dame. Als Erinnerung erhielten jede Pilgerin und jeder Pilger ein Lesezeichen mit einem kleinen Spiegel und dem Leitwort der Wallfahrt. Damit wurde die Botschaft verbunden, dass die Zusage „Der Herr ist mit dir“ nicht nur Maria gilt, sondern jedem einzelnen Menschen. Abends konnten die sich die Pilgerinnen und Pilger im Rahmen eines Segnungsgottesdienstes noch persönlich segnen lassen. Sonntagmorgens gab es eine weitere internationale Messe. Anschließend traten die Gruppen die Heimreise an. Auch diese verlief weitgehend unspektakulär: Der Rückflug landete mit geringer Verspätung, und der Bus erreichte Paderborn am Morgen planmäßig.

Für die Malteser im Erzbistum Paderborn bleibt die Lourdeswallfahrt damit auch 2026 ein starkes Zeichen gelebter Nächstenliebe. Sie verbindet spirituelles Erleben mit konkreter Hilfe für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind und schenkt vielen Teilnehmenden neue Kraft und Zuversicht.

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