2 Min.
07.07.2026
Christian Würtz wird neuer Bischof von Eichstätt.
Foto / Quelle: Julia Steinbrecht/KNA

Freiburger Weihbischof Würtz wird neuer Bischof von Eichstätt

Bayerns kleinstes Bistum bekommt wieder einen Bischof: Christian Würtz wird Leiter der Diözese Eichstätt.

Eichstätt

Eichstätt bekommt den jüngsten katholischen Diözesanbischof Deutschlands. Der Freiburger Weihbischof Christian Würtz (55) wird Nachfolger von Gregor Maria Hanke (72). Das teilten der Vatikan und das Bistum Eichstätt am Dienstag mit. Damit geht die bischofslose Zeit in der Mitte Bayerns nach gut 13 Monaten zu Ende.

Würtz kam in Karlsruhe zur Welt und ist dort auch aufgewachsen. Nach Abitur und Zivildienst studierte er zunächst von 1991 bis 1996 Rechtswissenschaften und war zwei Jahre als Rechtsreferendar tätig. 2002 wurde er zum Doktor beider Rechte promoviert, der Kenntnisse der staatlichen wie der kirchlichen Rechtswissenschaft umfasst.

Von 1998 bis 2004 studierte Würtz zusätzlich Theologie in Freiburg und Würzburg. 2006 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. 2008 kehrte Würtz als wissenschaftlicher Assistent an die Freiburger Uni zurück und fertigte dort bis 2011 eine weitere Doktorarbeit in Kirchengeschichte an.

Erfahrung als Diözesanrichter

In der Folge wirkte Würtz als Pfarrer und als Diözesanrichter am Kirchengericht in Freiburg. 2018 wurde er dort Stadtdekan und kurz darauf Dompfarrer am Freiburger Münster. 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof in der Erzdiözese Freiburg; seine dazu erforderliche Weihe empfing er vom dortigen Erzbischof Stephan Burger.

Im selben Jahr wurde Würtz Regens. Damit ist er seither für die Priesterausbildung des Erzbistums zuständig. Zudem wirkt er als Bischofsvikar für Hochschulen. Sein Wahlspruch sind die Worte „Adveniat regnum tuum“ aus dem Vaterunser („Dein Reich komme“).

Die Bekanntgabe von Würtz‘ Ernennung fällt auf einen für das Bistum Eichstätt bedeutsamen Tag. Der 7. Juli (787) ist vermutlich der Todestag des ersten Eichstätter Bischofs, Diözesanheiligen und Stadtpatrons Willibald. Der Missionar aus dem Süden Englands wirkte ab 740 im Gebiet der heutigen Diözese. Ihm zu Ehren feiert das Bistum seit 2009 alljährlich die Willibaldswoche. Sie läuft derzeit und noch bis 12. Juli unter dem Motto „Mut machen, aufbrechen!“.

Das Bistum Eichstätt brauchte einen neuen Bischof, da Hanke im Juni 2025 vorzeitig zurückgetreten war. Nach dem Kirchenrecht bieten Bischöfe dem Papst ihren Amtsverzicht für gewöhnlich erst zu ihrem 75. Geburtstag an. Hanke führte unter anderem eine „innere Ermüdung“ an. Er musste während seiner letzten Amtsjahre einen komplexen Finanzskandal in seiner Diözese behandeln.

KNA
0 Kommentare
Älteste
Neuste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anschauen