LWL-Museum Hellerlecht mit nachhaltigem Bau
Neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude eröffnet.
Mit der Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes schlägt das LWL-Museum Hellerlecht in Detmold ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Das als LWL-Freilichtmuseum Detmold bekannte Museum präsentiert sich ab sofort unter neuem Namen und mit einem Gebäude, das Nachhaltigkeit, Besucherorientierung und innovative Architektur miteinander verbindet. In vier Jahren Bauzeit entstand ein Bauprojekt, dessen Erkenntnisse über Westfalen-Lippe hinaus Bedeutung für die Museums- und Kulturlandschaft haben sollen.
„Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist das Gebäude mehr als ein Neubau. Wir versprechen uns vom Projekt überregionale Strahlkraft, die dem Museum eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft verschaffen soll“, sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann. „Das neue Gebäude steht auch für die Verantwortung, die wir als Kulturinstitution gegenüber Mensch, Kultur und Klima übernehmen.“
„Das neue Gebäude ist Ergebnis des politischen Willens der Kommunen, in Kultur und Identität zu investieren“, so Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. „Das Museum stärkt so die Attraktivität der Region.“ Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude mit einer Bausumme von insgesamt 58 Millionen Euro wurde von Beginn an als Modellprojekt für nachhaltiges Bauen konzipiert. Der LWL verfolge damit das Ziel, neue Wege für den ressourcenschonenden Bau und Betrieb von Museumsgebäuden zu gehen, so Lunemann.
Museumsgebäude gehören aufgrund ihrer konservatorischen Anforderungen zu den besonders energieintensiven Gebäudetypen. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt „ECOsights“ entwickelt. In einem interdisziplinären Verbund arbeiteten Fachleute aus Architektur, Bauphysik, Gebäudeklimatik, Energietechnik und Bildungswissenschaften daran, neue Konzepte für nachhaltige Museumsbauten zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten. Ziel war es, übertragbare Grundlagen für energieeffiziente und ressourcenschonende Museumsgebäude zu schaffen.
Dabei stehen unter anderem die Verwendung nachwachsender und regional verfügbarer Baustoffe, die Reduzierung energieintensiver Materialien sowie innovative Klima- und Energiekonzepte im Mittelpunkt. Der Neubau gilt als einer der ersten Museumsbauten in Deutschland mit einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz.
Hintergrund
Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.