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15.10.2026
Lebkuchen wie hier auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt sind ein Exportschlager.
Foto / Quelle: Katharina Gebauer/KNA

Einbruch bei Lebkuchen – Deutschland stellt weniger her

In Deutschland sind im vergangenen Jahr gut 8.000 Tonnen Lebkuchen weniger gebacken worden als 2024. Im Ausland bleiben Lebkuchen gefragt.

Wiesbaden

In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Lebkuchen produziert worden. Im Jahr 2025 waren es insgesamt 72.800 Tonnen, was einem Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Das sei der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre. 2024 wurden noch 81.000 Tonnen hergestellt.

Im Ausland bleiben Lebkuchen aus Deutschland aber gefragt. Knapp 20 Tonnen des Weihnachtsgebäcks wurden exportiert. Wichtigster Abnehmer war Österreich mit 4.200 Tonnen, gefolgt von Polen mit 3.700 Tonnen und Frankreich mit 2.100 Tonnen. Damit ging etwa die Hälfte des Export-Lebkuchens in die drei Nachbarländer.

Lebkuchen für die USA und Australien

Gefragt sind Lebkuchen aus Deutschland auch in den Vereinigten Staaten. Dorthin gingen 1.100 Tonnen, nach Australien 400 Tonnen und Brasilien 300 Tonnen.

Deutschland führt aber auch Lebkuchen ein – und zwar besonders gerne aus Polen. Von dort wurden 5.300 Tonnen eingeführt; somit kam gut jeder zweite Import-Lebkuchen (53 Prozent) aus dem Nachbarland. Jeweils elf Prozent oder je 1.100 Tonnen stammten aus Italien sowie der Ukraine.

Besonders wichtig für Produktion und Export sind die zweite Jahreshälfte und vor allem das dritte Quartal. 2025 wurde gut jeder dritte Lebkuchen (36 Prozent) zwischen Juli und September gebacken. Die exportstärksten Monate waren August und September. Knapp die Hälfte der Lebkuchen (49 Prozent) verließen in diesem Zeitraum Deutschland.

KNA
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