1 Min.
14.10.2026
Das Projektteam „Zeit ohne Zeugen“ vom BDKJ Diözesanverband Paderborn mit Prof. Monika Grütters (stellv. Vorstandsvorsitzende), Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer (Vorstandsvorsitzender) und Elke Büdenbender (Vorsitzende der Jury des Preises).
Foto / Quelle: Eva Oertwig

Margot Friedländer Preis geht an katholisches Jugendprojekt

Geehrt wurden ein Hochschullehrer, eine Europaschule und ein Projekt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Berlin

Der diesjährige Margot Friedländer Preis ist an das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Paderborn verliehen worden. Weitere Preisträger sind der Münchner Hochschullehrer Guy Katz und die Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Auszeichnungen in drei Kategorien wurden am Montagabend in Berlin vergeben, wie die Margot Friedländer Stiftung mitteilte. Eine unabhängige Jury unter Vorsitz der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender, hatte zuvor aus 310 Einreichungen jeweils drei Nominierte ausgewählt.

Mit dem mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Preis würdigt die Stiftung Menschen, Initiativen und Schulen, die sich in besonderer Weise für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie einsetzen sowie zur Aufklärung über den Holocaust und Antisemitismus beitragen. Ausgezeichnet wurden jeweils ein Preisträger aus den Kategorien Projekte, Persönlichkeiten und Schulen.

Virtuelle Realitäten zur NS-Zeit

Das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ eröffne jungen Menschen mithilfe von virtuellen Realitäten einen eindrucksvollen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus, hieß es. Es mache historische Orte wie das Anne-Frank-Haus, Auschwitz oder das Warschauer Ghetto erlebbar. Das Projekt wurde mit 10.000 Euro Preisgeld gewürdigt.

Guy Katz, Professor für Internationales Management an der Hochschule München, sei eine der sichtbaren Stimmen im Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland. Er habe zahlreiche Bündnisse, Kampagnen und Bildungsprojekte initiiert. Dafür erhielt er ebenfalls 10.000 Euro Preisgeld. 5.000 Euro gingen an die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen.

KNA

Hintergrund

Die Margot Friedländer Stiftung wurde 2023 von der im vergangenen Jahr gestorbenen Holocaust-Überlebenden selbst ins Leben gerufen. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für Toleranz und Menschlichkeit sowie für Freiheit und Demokratie ein. Den Margot Friedländer Preis vergibt die Stiftung seit 2024.

0 Kommentare
Älteste
Neuste