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14.10.2026
Hape Kerkeling.
Foto / Quelle: Silke Uertz/KNA

Hape Kerkerling gerührt wegen Bundespräsidenten-Pedition

Von Königin Beatrix zum deutschen Staatsoberhaupt? Hape Kerkeling handelt laut eigener Aussage aus Gottvertrauen und tiefer Demokratie-Überzeugung.

München/Hamburg

Der Komiker und Autor Hape Kerkeling zeigt sich gerührt von fast 155.000 Menschen, die die Online-Petition „Hape Kerkeling als Bundespräsident“ unterschrieben haben. Im Interview des Magazins „Spiegel“, das am Dienstag online erschienen ist, dementierte Kerkeling sein Interesse an dem Amt nicht. Er zeigte sich allerdings zurückhaltend: „Ohne die CDU würde es nicht gehen. Und die wird jemanden nach ihrer Vorstellung küren.“ Er hoffe, dass die Wahl auf eine Frau falle.

Kerkeling, mit Sketchen, Filmen und Büchern zu einem der bekanntesten Deutschen geworden, wird mehr und mehr zur politischen Stimme. „Je älter ich wurde, desto klarer wurde mir, dass Schweigen nicht mein Auftrag sein kann“, so der Entertainer. Zuletzt nahm er an einer Anhörung im Thüringer Landtag zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren teil. Die Überlegungen hält er für verspätet: „Wir hätten längst reagieren sollen, sogar müssen.“ Zugleich warnt Kerkeling: „Je länger wir warten mit der Eindämmung von Radikalismus in diesem Land, desto radikaler wird es an allen Ecken und Enden.“

"Ich handle aus Gottvertrauen"

Das bereite ihm Furcht. Doch wenn er diese überwinde, entstehe daraus eine Form von Mut. Laut Kerkeling kommt es auf die Haltung des Einzelnen an: „Sei selbst die Demokratie, die du dir wünschst.“ Er selbst handle „aus Gottvertrauen und tiefster Überzeugung, dass diese Demokratie im Herzen Europas erhalten bleiben muss“.

Ein Großvater des Entertainers war ein politisch Verfolgter der Nationalsozialisten. Das hat auch Kerkeling für extreme Strömungen sensibilisiert. Zugleich begründete er seinen Einsatz für Demokratie mit Dankbarkeit: „Ich verdanke diesem Land viel, zum Beispiel, dass ich als Kind aus einer Arbeiterfamilie etwas werden und in meiner Karriere von der Meinungsfreiheit profitieren durfte. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben.“

KNA
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