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16.10.2026
Rauchen verursacht schwere Krankheit, spült aber auch viel Geld in die Steuerkasse,
Foto / Quelle: pixabay

Drogenbeauftragter: Tabaksteuer Chance zum Aufhören für Raucher

In der Nacht hat sich der Bundestag auf eine Erhöhung der Tabaksteuer geeinigt. Bis 2030 wird der Preis von Zigaretten deutlich steigen.

Berlin

Die Erhöhung der Tabaksteuer kann aus Sicht des Drogenbeauftragten der Bundesregierung Hendrik Streeck (CDU) auch Raucher animieren, ihr Laster einzustellen. „Ein höherer Preis kann der Anstoß sein, mit dem Rauchen aufzuhören“, erklärte Streeck am Freitag. „Hausärzte, Krankenkassen und gute Apps helfen dabei wirksam.“

Der Bundestag hatte die Erhöhung der Tabaksteuer am späten Donnerstagabend beschlossen. Dadurch soll sich der Preis einer handelsüblichen Schachtel Zigaretten bis 2030 um knapp vier Euro auf bis zu zwölf Euro erhöhen. Laut Statistischem Bundesamt hat im vergangenen Jahr knapp jeder fünfte Deutsche über 15 Jahren zumindest gelegentlich geraucht.

Fast 100 Milliarden Euro Kosten im Jahr

Streeck begrüßte die Entscheidung. „Nach Jahren kleiner Schritte wird Rauchen jetzt spürbar teurer. Das ist vor allem ein Gewinn für Kinder und Jugendliche. Die meisten Raucher fangen in jungen Jahren an, und genau dann wirkt ein höherer Preis am stärksten.“

Gleichzeitig verwies der Drogenbeauftragte auf die Folgen des Rauchens für Bevölkerung und Gesundheitssystem. „Rauchen kostet in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben. Viele weitere leben über Jahre mit Krebs, COPD oder den Folgen eines Herzinfarkts. Die gesellschaftlichen Kosten liegen bei fast 100 Milliarden Euro im Jahr, von der Krebsbehandlung bis zum Arbeitsausfall.“

KNA
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