Bischof Wilmer warnt vor Kürzungsplänen der Linken
Die katholischen Bischöfe treffen sich in Fulda und beraten auch über politische Streitthemen.
Gut eine Woche nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, vor möglichen Folgen gewarnt. „Es kann natürlich nicht sein, dass wir über eine Reduktion bei den Polizeikräften sprechen“, sagte er am Montag in Fulda. Nicht nur von rechts, sondern auch von links gebe es einen zunehmenden Populismus.
„Das Schlechtreden des Landes stimmt mich kritisch“, sagte der Münsteraner Bischof zum Auftakt der Herbstvollversammlung der katholischen Bischofskonferenz. Deutschland sei besser, als es derzeit dargestellt werde. Allerdings müsse der wachsende Antisemitismus bekämpft werden, der die Demokratie untergrabe.
Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. In ihrem Wahlprogramm hatte die Partei angekündigt, Finanzmittel für die Polizei umverteilen zu wollen – etwa für mehr Straßensozialarbeit. Der Berliner Landesverband der Linken steht auch wegen Antisemitismusvorwürfen massiv in der Kritik.
Zudem will Wilmer die Debatten bei der Bischofsvollversammlung nicht länger selbst moderieren. Zur Begründung sagte er, er vertraue bei der Moderation der Debatten seinen Bischofskollegen und hoffe, sich auf diese Weise stärker auf die Inhalte konzentrieren zu können: „Ich will auch stärker fokussiert sein auf die Dynamik, auch auf die Psychologie in so einer Sitzung und auf die Ziele der Konferenz.“ Und da sei er „innerlich deutlich entspannter“, wenn er nicht auch noch die Debatten moderieren müsse.