1 Min.
29.04.2026
Bereits im November 2023 gab es eine Protestaktion mit einem symbolischen Kartenhaus gegen Kürzungen bei der humanitären Hilfe.
Foto / Quelle: Archivbild: Michael Kinnen/KNA

150 Organisationen fordern mehr Geld für internationale Hilfe

Die Bundesregierung will sparen und setzt am Mittwoch die finanziellen Prioritäten für das kommende Jahr.

Berlin

Anlässlich der Verabschiedung der Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 fordern rund 150 Entwicklungs- und humanitäre Organisationen mehr Geld für internationale Zusammenarbeit und Hilfe. Nötig seien mindestens 11,2 Milliarden Euro für das Entwicklungsministerium und mindestens 2,7 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe, heißt es am Mittwoch in einem gemeinsamen Appell. Dahinter stehen etwa Organisationen wie Oxfam, One, die Welthungerhilfe sowie kirchliche Hilfswerke wie Brot für die Welt und Misereor.

Die Lage sei ernst, sagte stellvertretend das Vorstandsmitglied des entwicklungspolitischen Dachverbands Venro, Michael Herbst. Es gebe mehr humanitäre Krisen und mehr bewaffnete Konflikte, die Klimaerwärmung schreite voran und Autokratie sei auf dem Vormarsch. Gleichzeitig gerate globale Entwicklung als Politikfeld ins Hintertreffen. Deutschland sei ein Teil des Problems, da die Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden seien.

Weitere Kürzung droht

Am Mittwochmittag will Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Eckwerte für den Haushalt im kommenden Jahr vorstellen. Dabei droht eine weitere Kürzung bei der internationalen Hilfe. In diesem Jahr liegt der Etat des Entwicklungsministeriums bei rund zehn Milliarden Euro, für humanitäre Hilfe steht eine Milliarde Euro bereit.

KNA

0 Kommentare
Älteste
Neuste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anschauen