Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet geht zurück
Von Januar bis März 2026 ist in Brasilien deutlich weniger Regenwald gerodet worden als im Vorjahreszeitraum. Experten sind dennoch besorgt.
In den ersten drei Monaten des Jahres ist die Abholzung in der brasilianischen Amazonasregion deutlich zurückgegangen. So wurden von Januar bis März 348 Quadratkilometer Regenwald gerodet, rund 17 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Datenerhebung stammt vom Umweltinstitut Imazon.
Über einen größeren Zeitraum betrachtet ist der Rückgang noch größer. So wurden von August 2025 bis März 2026 insgesamt 1460 Quadratkilometer Wald gerodet – 36 Prozent weniger als die 2296 Quadratkilometer, die von August 2024 bis März 2025 gerodet wurden.
Trotz des positiven Trends verweist Imazon auf eine bedrohliche Entwicklung, die im März dieses Jahres beobachtet worden sei. So lag der Monat – isoliert betrachtet – deutlich über den Daten von März 2025: Der Anstieg von 167 Quadratkilometer auf nun 196 Quadratkilometer betrug 17 Prozent. Dies erfordere eine erhöhte Wachsamkeit der staatlichen Kontrollbehörden in der Region, erklärte Imazon.
Bessere Satellitenbilder
Für die Datenerhebung nutzt Imazon Satellitenbilder, die eine bessere Auflösung haben als die von Brasiliens staatlichem Klimainstitut Inpe. Inpe veröffentlicht seine jährlichen Abholzungsdaten jeweils im November. Diese enthalten die Daten von Anfang August bis Ende Juli eines jeden Jahres.
Nachdem die Abholzung in der Amtszeit des Rechtspopulisten Jair Messias Bolsonaro (2019-2022) wegen fehlender Haushaltsmittel für die Kontrolle des riesigen Waldgebietes gestiegen war, ist sie seit der Amtsübernahme durch Präsident Luiz Inácio Lula da Silva Anfang 2023 wieder rückläufig.
KNA