Zu viel Essen landet in der Tonne
Eindrucksvoller Vortrag zum Thema foodsharing beim kfd-Bezirk in Bad Sassendorf.
Zwei Mal im Jahr kommen die Vorstandsfrauen des kfd-Bezirks zusammen, um sich auszutauschen, sich zu vernetzen und sich zu informieren. Im Mai fand dieses Treffen im Bonifatiushaus in Bad Sassendorf statt. In der Begrüßung mit dem Impuls „Bewusstes Essen“ kündigte Kornelia Jürgens-Bohmert bereits den Referenten an, der später zur Versammlung hinzustoßen würde.
Zunächst standen Jahresrückblick über die Aktivitäten 2025 im Vordergrund, bei denen vor allem der Besuch der Zeche Zollern im Herbst positiv herausstach. Nach dem Bericht der Kassenprüfer und dem Infoblock über Neuigkeiten aus dem Diözesanverband trat Klaus Spiegel in die Mitte der interessierten Frauen.
Auf saisonale Produkte achten
Er ist Botschaft der foodsharing-Gruppe in Soest und zog die Anwesenden mit seinem Projekt schnell in seinen Bann. Er wartete in seinem Referat mit vielen Fakten auf, zum Beispiel, dass in Deutschland über 130 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf „in der Tonne“ landen. Seine Gruppe setzt gegen diesen Trend: Seit 2018 setzen sich im heimischen Bezirk knapp 200 Mitarbeiter dafür ein, dass Lebensmittel gerettet werden; darunter zahlreiche Menschen, die noch nicht das 40. Lebensjahr erreicht haben.
Das stolze Ergebnis ihres nachhaltigen, ressourcenschonenden Handelns: In den vergangenen acht Jahren konnten an die 45.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet werden. Ein Highlight des Engagements war dabei im vergangenen Jahr der erfolgreiche Gang am Abend des Kirmessonntages in der Soester Innenstadt.
Bewundernswert ist die Arbeit aber vor allem deshalb, weil sie auf reinem Ehrenamt fußt. Die aufmerksamen Zuhörerinnen diskutierten dabei lebhaft mit, offenbar hatte das Thema den Nerv der kfd-Frauen getroffen. Für Spiegel somit ebenfalls ein zufriedenstellender Abend, da er neben der Tätigkeit als Retter von Lebensmitteln vor allem auch die Bildungsarbeit als wichtigen Teil seiner Arbeit betrachtet. Gleichzeitig appellierte er an die Runde, zukünftig verstärkt beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkte zu achten.