In Würzburg vielfältig vertreten
Viele Engagierte aus dem Erzbistum sind beim Katholikentag dabei – und sammeln Ideen und Eindrücke für den Katholikentag 2028 in Paderborn.
Heute startet der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg. Vom 13. bis zum 17. Mai werden rund 30.000 Besucherinnen und Besucher in der Mainmetropole erwartet. Viele Menschen aus dem Erzbistum Paderborn werden zusammen mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz vor Ort sein und an verschiedenen Gesprächsformaten, Gebeten und Gottesdiensten teilnehmen. Das Leitwort des Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ stammt aus dem Markusevangelium (Mk 10,49) und erzählt von der Begegnung Jesu mit dem blinden Bartimäus, der neuen Mut fasst und aufsteht.
Im Zentrum des diesjährigen Katholikentages stehen Demokratie und Synodalität. In verschiedenen Formaten wird über den Frieden in Europa und der Welt, den Umgang mit gesellschaftlicher Spaltung, soziale Gerechtigkeit, den Schutz der Demokratie, Nachhaltigkeit sowie die Zukunft der Kirche diskutiert. Gleichzeitig gibt es Raum für Begegnung, Kultur und Spiritualität.
900 Veranstaltungen
Diese Themen spiegeln sich auch im vielfältigen Programm des Katholikentages wider. Geplant sind insgesamt etwa 900 Veranstaltungen – von großen Gottesdiensten unter freiem Himmel über politische Podien und Workshops bis hin zu Konzerten, Ausstellungen und Mitmachangeboten. Erwartet werden Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft.
Zentrales Element des Katholikentages ist die Kirchenmeile, die sich in Würzburg am Mainufer zwischen Viehmarkt und Alter Mainbrücke erstreckt. Hier haben Verbände, Gemeinden, Orden, Initiativen und kirchliche Institutionen die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Dort gibt es nicht nur Informationen zu den jeweiligen Projekten, sondern auch Mitmachaktionen, spirituelle Angebote, Materialien und Impulse für die eigene Arbeit.
Zahlreiche Verbände, Initiativen und Helfergruppen aus dem Erzbistum Paderborn wirken am Programm des Katholikentages mit. Einen Stand auf der Kirchenmeile haben das Erzbistum Paderborn und das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn gemeinsam sowie das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die BVB-Gründerkirche. Auch kirchliche Dienstleister wie der Versicherer im Raum der Kirchen (vrk) aus Detmold und die Pax-Bank für Kirche und Caritas aus Paderborn sind mit einem Stand auf der Kirchenmeile vertreten.
Auch einige Engagierte des Erzbistums Paderborn wirken vor Ort mit. So bietet beispielsweise Gemeindereferentin Monika Winzenick aus Schmallenberg mehrere Meditationen an. Anja Fecke und Schwester Judith Beule aus dem Fachbereich Seelsorge für und mit Menschen mit Behinderung gestalten einen inklusiven Gottesdienst mit. Mit dabei sind weiterhin Nadine Mersch vom Diözesankomitee, Wirtschaftsethiker Dr. Andreas Fisch aus der Kommende Dortmund, Content Creatorin Marisa Grummich aus Paderborn sowie Monsignore Georg Austen vom Bonifatiuswerk.
Gespräch mit Abt Dr. Nikodemus Schnabel
In seiner Funktion als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz wird Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Donnerstag, 14. Mai, mit Abt Dr. Nikodemus Schnabel aus Jerusalem und weiteren Gästen über die Situation der Christen im Nahen Osten sprechen. Am Samstag, 16. Mai, wirkt er am Gottesdienst des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken mit und leitet als Vorsitzender von Justitia et Pax ein Gebet für Menschenrechte.
Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Erzbistum Paderborn richtet sich der Blick in Würzburg zugleich auf das Jahr 2028. Dann wird der Deutsche Katholikentag in Paderborn stattfinden. Im Dezember 2025 hatte sich dafür der Trägerverein gegründet und am 21. April die Katholikentagsleitung. Der Besuch in Würzburg bietet die Gelegenheit, Eindrücke zu sammeln, Ideen mitzunehmen und zu erleben, wie ein solches Großereignis Glauben, Menschen und gesellschaftliche Debatten zusammenbringt. Und: Mit einer offiziellen Einladung zum Katholikentag 2028 in Paderborn wird das Erzbistum am Ende des Schlussgottesdienstes des Katholikentages symbolisch den Staffelstab übernehmen.
pdp