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26.08.2026
Papst Leo XIV,, hier bei seinem Besuch in San Marino, kritisiert ein Freund-Feind-Denken.
Foto / Quelle: Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Wer anders denkt, wird schnell zum Feind

Der Papst beklagt zunehmende Verbitterung in Politik und Gesellschaft.

Vatikanstadt

Papst Leo XIV. hat eine zunehmende Verbitterung in politischen und gesellschaftlichen Debatten beklagt. „Angesichts des heruntergekommenen Zustands unserer Menschlichkeit ist es nur allzu leicht, eine feindselige Haltung gegenüber denen einzunehmen, mit denen wir nicht einer Meinung sind“, sagte Leo XIV. am Mittwoch bei einem Treffen mit Bischöfen und Bischöfinnen der lutherischen Kirche Norwegens.

In dieser „besonders turbulenten Phase“ mit einer wachsenden Feindseligkeit zwischen den Völkern bedürfe es deshalb gemeinsamer Anstrengungen für Versöhnung und Geschwisterlichkeit, sagte das katholische Kirchenoberhaupt. „Tatsächlich können schon kleine Gesten uns inspirieren und auf den Weg der Versöhnung leiten.“

Die lutherischen Kirchenvertreter rief er zum ökumenischen Engagement auf: „Verwurzelt in unserer gemeinsamen Taufe und unserem gemeinsamen Auftrag in der Welt bete ich darum, dass wir immer mehr gemeinsam im Dienst an der Förderung von Frieden und Gerechtigkeit wachsen mögen.“ Die Bischöfinnen und Bischöfe aus Norwegen sprach der Papst auf Englisch als „meine lieben Freunde, meine lieben Brüder und Schwestern“ an.

KNA
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