Die Mitgliederfahrt des Diözesanbonifatiuswerkes Paderborn führte nach Berlin, um dort Kirche in einer Minderheitensituation kennen zu lernen. Dazu gehörte auch ein Gespräch mit dem Erzbischof von Berlin, Erzbischof Dr. Heiner Koch.
Foto / Quelle: Claudia Westermann / Diözesanbonifatiuswerk Paderborn

Von einer Kirche in der Minderheit lernen

Mitgliederfahrt des Diözesan-Bonifatiuswerkes Paderborn nach Berlin und Brandenburg mit eindrucksvollen Begegnungen.

Paderborn

Wie Kirche auch unter schwierigen Bedingungen nah bei Menschen sein kann, erlebten jetzt die 40 Teilnehmenden der Mitgliederfahrt des Diözesanbonifatiuswerkes Paderborn nach Berlin. Unter der Leitung des Vorsitzenden Pastor Wolfgang Winkelmann aus Siegen und Matthias Micheel, Persönlicher Referent des Paderborner Erzbischofs und Diözesansekretär des Bonifatiuswerks, besuchte die Gruppe unter anderem die Fazenda Gut Neuhof (Hilfe für suchtkranke junge Männer), die katholische Gemeinde St. Josef in Köpenick sowie das Jugendprojekt „Manege“ in Berlin-Marzahn. Persönliche Lebenszeugnisse, geistliche Impulse und Einblicke in die karitative Arbeit prägten die gesamte Reise. Ein besonderer Programmpunkt war das Gespräch mit dem Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch und Berlins Senator für Finanzen und Kultur, Bürgermeister Stefan Evers, der ursprünglich aus Paderborn stammt.

Im Mittelpunkt der Begegnungen standen die Bedeutung kirchlicher Präsenz in der säkularen Diaspora und das gesellschaftliche und politische Engagement der Kirche in der Hauptstadt und in Brandenburg. „Was für tiefe Begegnungen! Das hier ist für mich konkreter Liebesdienst unserer Kirche“, zog Eckart Hachmann aus Borchen eine positive Bilanz der Fahrt. Dechant Edgar Zoor aus Bad Wildungen zeigte sich ebenfalls bewegt: „Kirche ist gerade in der Diaspora gesellschaftlich und existenziell höchst wirksam und präsent.“ Und Marion Reinstädler aus Bad Lippspringe erklärte im Sinn aller in der Gruppe: „Ich bin ungemein beeindruckt davon, was das Bonifatiuswerk für die Menschen hier tut. Obwohl in Marzahn nur 2 Prozent der Menschen katholisch sind, ist die Kirche eine wichtige Anlaufstelle.“ Für den Vorsitzenden des Diözesanbonifatiuswerkes Wolfgang Winkelmann steht daher fest: „Die Fahrt war ein absoluter Erfolg. Wir planen schon für 2028.“

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