Ruheständler-Haushalte verfügen über 2.330 Euro pro Monat
In Westdeutschland haben Ruheständler höhere Einkommen und leben häufiger in der eigenen Immobilie als im Osten.
Haushalte von Ruheständlerinnen und Ruheständlern ab 65 Jahren haben im Mittel 2.330 Euro pro Monat zur Verfügung. In den östlichen Bundesländern einschließlich Berlins verfügen sie über ein mittleres Haushaltsnettoeinkommen (Median) von 2.270 Euro im Monat, in Westdeutschland sind es 2.350 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Der Median bildet die Mitte der Einkommensverteilung ab, 50 Prozent haben ein höheres und 50 Prozent ein geringeres Einkommen. Betrachtet wurden Haushalte, in denen ausschließlich Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre ab 65 Jahren leben. Das waren 2025 rund 13,6 Millionen Menschen, 10,5 Millionen in den westlichen und 3,1 Millionen in den östlichen Bundesländern.
Renten machen mehr als 90 Prozent aus
Das Haushaltseinkommen von Ruheständlerinnen und Ruheständlern setzt sich überwiegend aus Alterseinkünften wie gesetzlichen Renten, Betriebs- und Privatrenten oder Pensionen zusammen. Im bundesweiten Schnitt stammten 93 Prozent des Einkommens daraus. Knapp 4 Prozent waren Einnahmen aus Vermögen wie etwa Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen, 2 Prozent aus Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter und 1 Prozent aus Erwerbstätigkeit.
In den östlichen Bundesländern machten Renten und Pensionen durchschnittlich 96 Prozent des Einkommens aus, Einnahmen aus Vermögen lediglich 1 Prozent. Im Westen bezogen Ruheständler im Schnitt 92 Prozent des Haushaltseinkommens aus Renten und Pensionen, gut 4 Prozent stammten aus Einnahmen aus Vermögen. Mit Blick auf weitere Einkünfte aus Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter (2 Prozent) oder aus Erwerbstätigkeit (1 Prozent) unterscheidet sich die Einkommensstruktur von Rentnerhaushalten in Ost und West kaum.
Bundesweit lag die Armutsgefährdungsquote von Personen im Ruhestand ab 65 Jahren bei 18,9 Prozent. In den östlichen (18,5 Prozent) und westlichen (19 Prozent) Bundesländern war das Armutsrisiko für Ruheständlerinnen und Ruheständler ab 65 Jahren in etwa gleich hoch. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung waren bundesweit 16,1 Prozent der Personen armutsgefährdet, in den östlichen Ländern 17,6 und in den westlichen 15,8 Prozent.
Weniger Wohneigentum im Osten
Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens (Median) der Gesamtbevölkerung verfügt.
Vermögenswerte wie selbst genutztes Immobilieneigentum fließen nicht in die Betrachtung der Einkommen ein, solange daraus keine Mieteinnahmen oder Kapitalerträge entstehen. 2025 wohnten bundesweit 57 Prozent der Ruheständlerinnen und Ruheständler ab 65 Jahren im Wohneigentum und 43 Prozent zur Miete. In den westlichen Bundesländern wohnten 61 Prozent im Eigentum und 39 Prozent zur Miete. In den östlichen Ländern war das Verhältnis eher umgekehrt: 44 Prozent wohnten im Eigentum, 56 Prozent zur Miete.