Papst Leo XIV. feiert Schöpfungs-Gottesdienst
Seit Juli 2025 hat die katholische Kirche ein eigenes Formular für Gottesdienste, in denen es um die Bewahrung der Schöpfung geht.
Am Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung hat Papst Leo XIV. einen Gottesdienst in den Gärten seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo gefeiert. Dabei folgte er am Dienstagabend dem neuen, im Vorjahr von ihm in Auftrag gegebenen Formular der „Heiligen Messe für die Bewahrung der Schöpfung.“
Dieses stellt in Lesungen und Gebeten den Lobpreis Gottes für seine Schöpfung und die Verpflichtung des Menschen zur Bewahrung der natürlichen Umwelt in den Mittelpunkt. Unter Schirmpinien, Mittelmeereichen und Olivenbäumen zelebrierte der Papst im Licht der spätsommerlichen Abendsonne den Gottesdienst mit etwa 200 Teilnehmern.
In seiner Predigt erklärte er unter Verweis auf den 18. Psalm, es wäre oberflächlich, sich mit der Betrachtung der Natur oder der Sterne am Himmel zu begnügen, „ohne dabei zum Schöpfer all dieser Wunder zurückzugehen“. Weiter sagte er: „Die ganze Schöpfung spricht zu uns von der Erhabenheit des Schöpfers, sofern unser Blick und unser Herz für dieses große Geheimnis offen sind.“
Aufruf zur ökologischen Umkehr
In Auslegung eines Texts aus dem Matthäusevangelium führte er aus: „Wenn wir voller Staunen die Vögel des Himmels und die Lilien auf dem Feld bewundern, die in den Augen des Schöpfers so wertvoll sind, dann verstehen wir, wie groß die Liebe Gottes zu uns ist. Wenn es der Herr nämlich nicht versäumt, Pflanzen und Tieren üppige Schönheit zu verleihen und für alles Nötige zu sorgen, um wie viel mehr wird er dann auf die Bedürfnisse seiner geliebten Söhne und Töchter achten!“
Gläubigen rief der Papst auf, sich in den kommenden Wochen auf das Gebet und das Engagement für die Bewahrung der Natur zu konzentrieren. Dies sei ein erster Schritt hin zu einer echten ökologischen Umkehr. Aus der Betrachtung der Schöpfung und aus der Begegnung mit dem Schöpfer entstehe „das Bewusstsein für unseren besonderen Platz innerhalb des wunderbaren Plans Gottes und für unsere persönliche und gemeinschaftliche Verantwortung für die Bewahrung der ursprünglichen Harmonie“.
Weiter sagte er: „Es ist noch nicht zu spät“ und rief zu einer tiefgreifenden Umkehr auf. Was zur Zerstörung genutzt wurde, könne „für das Leben eingesetzt werden, zur Sorge für die Armen, zur Ernährung der Hungernden und zur Bewahrung der Schöpfung.“