Papst wurde ein bösartiger Lungentumor entfernt
Dass es um Leo XIV. nicht zum Besten stand, war klar, seit er ankündigte, er werde sich einer Lungenoperation unterziehen. Seine Reisepläne sind ungewiss.
Papst Leo XIV. ist ein bösartiger Lungentumor entfernt worden. Das teilte der Vatikan am Dienstagabend rund vier Stunden nach einer Operation in der römischen Gemelli-Klinik mit. Demnach wurde dem 71-Jährigen ein Lappen der rechten Lunge entfernt, in dem sich ein Adenokarzinom befand, also ein bösartiger Tumor. Ein Lungenlappen umfasst etwa 20 bis 25 Prozent der Lunge.
Der Eingriff dauerte nach Vatikanangaben etwa 90 Minuten und verlief ohne Komplikationen. Nach dem Eingriff sei der Papst regulär aufgewacht und befinde sich wieder in seinem Zimmer.
Aus dem Kommuniqué geht hervor, dass der Verdacht auf einen bösartigen Tumor bereits seit einer früheren Untersuchung bestand. Unmittelbar nach der Operation sei er durch eine feingewebliche Schnellschnittuntersuchung bestätigt worden. Über die Größe des Karzinoms wurde zunächst nichts mitgeteilt. Von ihr hängt ab, ob nach dem chirurgischen Eingriff zusätzlich Strahlen- sowie Chemotherapien geboten sind.
Nicht nur bei Rauchern
Ein Lungen-Adenokarzinom ist ein sogenanntes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom. Sie machen einen Großteil der Lungenkrebsformen aus und treten häufig bei Rauchern auf, aber auch vermehrt bei Nichtrauchern, jüngeren Patienten und Frauen.
Da Lungen-Adenokarzinome häufig in den äußeren Bereichen der Lunge entstehen, können sie lange unbemerkt bleiben. Werden sie in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Behandlungsaussichten in der Regel günstiger. Allerdings können auch diese Tumoren bereits früh Metastasen bilden.
Adenokarzinome sind bösartige Tumoren aus sogenannten Drüsenzellen. Diese Zellen sind sonst für die Bildung von Schleim, Verdauungssäften oder anderen Körperflüssigkeiten zuständig. Grundsätzlich können Adenokarzinome in vielen Organen entstehen, etwa im Darm, Magen, der Bauchspeicheldrüse oder in der Lunge.