Networking im Mittelalter
Tag des offenen Denkmals: Klösterliche Netzwerke in Oelinghausen.
Am Sonntag, 13. September, findet bundesweit wieder der Tag des offenen Denkmals statt. Wie in den Vorjahren, beteiligt sich auch in diesem Jahr Kloster Oelinghausen wieder daran und öffnet seine Türen. Von 11 bis 17 Uhr haben interessierte Gelegenheit, das bedeutende Denkmal mit seiner umgebenden Klosterlandschaft, die frisch renovierte Klosterkirche mit ihrem Umfeld und dem Museumsgarten des Freundeskreises zu besuchen.
Um 14.30 Uhr wird Bernhard Padberg in einem Vortrag (mit Power-Point-Präsentation) ein ganz besonderes Thema aus der Klostergeschichte in den Blick nehmen. Im Mittelpunkt stehen die mittelalterlichen „Netzwerke“, die nicht wie heute in digitaler Form möglich waren, sondern auf physischer Präsenz der Beteiligten und einer entsprechenden Infrastruktur beruhten. „Networking im Mittelalter – Klösterliche Netzwerde in Oelinghausen“ lautet das Thema am Tag des offenen Denkmals.
Haben die Prämonstratenserinnen in Oelinghausen nur in strenger Klausur zurückgezogen hinter den Klostermauern gelebt oder waren die Klöster in irgendeiner Form mit ihrer Außenwelt vernetzt? Wie sah die Infrastruktur rund um das Kloster aus und welche Rolle spielte die Versorgung der zahlreichen Klosterfrauen und der Bediensteten in diesem Zusammenhang? Welche Rolle haben die Familien der Klosterfrauen im Klosterleben gespielt?
In seinem Vortrag wird der Referent und Oelinghausen-Kenner versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben und die mittelalterliche Situation in Oelinghausen von verschiedenen Seiten beleuchten.