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07.05.2026
Migranten haben einen hohen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung.
Foto / Quelle: pixabay

Migranten sind globaler Wirtschaftsfaktor

Migranten stärken nicht nur nationale Volkswirtschaften. Das geht aus einem UN-Bericht hervor.

Genf

Migranten spielen nach einem Bericht der Vereinten Nationen eine bedeutende Rolle in der globalen Wirtschaft. Allein Überweisungen von den nach letzten Schätzungen 168 Millionen Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer betrugen 2024 bis zu 905 Milliarden US-Dollar, wie aus dem World Migration Report 2026 hervorgeht, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. 685 Milliarden Dollar gingen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Der Betrag war größer als die offizielle Entwicklungshilfe und ausländische Direkt-Investments zusammen.

„Weltweit trägt Migration dazu bei, Arbeitsplätze zu schaffen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Stabilität zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken“, sagte Amy Pope, Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Genf. Jedes Land habe das Recht, seine eigene Migrationspolitik zu gestalten. Migration könne jedoch besser gestaltet werden, wenn Staaten regional und global zusammenarbeiteten. Dies trage dazu bei, das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken und größere Vorteile für Volkswirtschaften, Gemeinschaften und Menschen unterwegs zu erzielen, sagte Pope.

Arbeitsmigration nimmt zu

Mitte 2024 gab es laut dem Bericht der IOM weltweit 304 Millionen Migranten, das entspricht etwa 3,7 Prozent der Weltbevölkerung. Der Anteil stieg im Laufe der Zeit allmählich. Auch die Zahl der internationalen Arbeitsmigranten nahm zu. UN-Schätzungen zufolge stieg sie im Jahrzehnt von 2013 bis 2022 um mehr als 30 Millionen.

99,6 Millionen oder fast 60 Prozent aller internationalen Arbeitsmigranten lebten nach den neuesten Daten in Nordamerika, den arabischen Staaten sowie Nord-, Süd- und Westeuropa. Eine der wichtigsten Zielregionen für internationale Wanderarbeitnehmer sind die arabischen Staaten, wo sie 37,2 Prozent der gesamten Erwerbsbevölkerung ausmachen und oft Schlüsselbranchen beherrschen.

KNA
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