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18.03.2026
Der Bereich für die Kinder- und Jugendarbeit wurde von jungen Besucherinnen und Besuchern sofort in Beschlag genommen.
Foto / Quelle: Martin Urner

Malteser Hospiz- und Trauerzentrum feierlich eröffnet

Das ganzheitliche Zentrum ist ein Pilotprojekt und vereint ambulante Hospizarbeit und Trauerbegleitung mit weiteren Professionen unter einem Dach.

Dortmund

Zur Eröffnungsveranstaltung begrüßten die Malteser zahlreiche Gäste aus Stadtgesellschaft, Kirche und Ehrenamt. Unter ihnen waren Bürgermeisterin Ute Mais, der Huckarder Bezirksbürgermeister Peter Spineux sowie Peter Großmann, Journalist, Moderator und Schirmherr des Hülshofs, der durch die Veranstaltung führte. Der offizielle Teil der Eröffnung fand aus organisatorischen Gründen im benachbarten Kulturzentrum Alte Schmiede statt.

In ihren Grußworten würdigte Bürgermeisterin Ute Mais den Hülshof als wichtigen Ort für Dortmund und bezeichnete ihn als Beispiel „gelebter Stadtgesellschaft“. Zugleich hob sie die verlässliche Arbeit der Malteser Hospizdienste hervor, die sich seit über 30 Jahren in Dortmund engagieren. Auch Vertreter der Malteser betonten die gesellschaftliche Bedeutung des Zentrums: Dirk Blümke von der Malteser Fachstelle Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerarbeit unterstrich die Notwendigkeit, Sterben, Tod und Trauer sichtbar zu machen und ihnen Raum in der Mitte der Gesellschaft zu geben. Ein Anliegen, das auch Eröffnungs-Gast Franziska Kopitzsch am Herzen liegt. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. setzt sich mit ihrem Team auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für stationäre und ambulante Kinderhospizarbeit ein.

Christina Motschull und Pastor Martin Lohoff bei der Segnung der neuen Räumlichkeiten.
Foto / Quelle: Martin Urner

Ein besonderes Merkmal des Hülshofes ist sein ganzheitlicher und multiprofessioneller Ansatz. Neben den Angeboten der Malteser ergänzen weitere Professionen – darunter ein ambulanter Palliativ-Pflegedienst und eine Musiktherapeutin – das Unterstützungsspektrum vor Ort. Der Hülshof ist damit ein bislang einzigartiges Modell in Dortmund, das Menschen in schweren Lebensphasen umfassend begleitet. Mit dabei ist Maria Wienhöfer, 88; seit bereits über 30 Jahren ist sie ehrenamtliche Hospizbegleiterin bei den Maltesern. Mit Moderator Großmann warf sie einen Blick auf die Anfänge in Dortmund und die vielen wertvollen Erfahrungen, die sie in ihrer noch andauernden Tätigkeit machen konnte.

Christina Motschull, Gesamtleitung des Hülshofes, und Lars Wilger, stellvertretender Diözesangeschäftsführer der Malteser, zeichneten die Entstehungsgeschichte des Projekts nach und dankten allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Christina Motschull hob dabei insbesondere die rund 100 ehrenamtlich Engagierten hervor, die in Dortmund und am Standort Schwerte tätig sind. Sie seien die tragende Säule der Hospizarbeit und der Trauerbegleitung und machten mit ihrem Einsatz die vielfältigen Angebote überhaupt erst möglich. Zugleich machte sie deutlich, dass alle Trauerangebote und der Malteser ausschließlich spendenfinanziert sind und jede Unterstützung willkommen ist.

Bürgermeisterin Ute Mais im Gespräch mit Peter Großmann.
Foto / Quelle: Martin Urner

Das gilt ebenso für die ambulante Hospizarbeit, deren Angebote nur zum Teil von den Kranken- und Pflegekassen bezuschusst werden. Motschulls Dank galt daher auch Förderern wie der Sparkasse für Dortmund‑Stiftung, deren Vertreter Dirk Schaufelberger ebenfalls zu den Gästen der Eröffnung zählte. Pastor Martin Lohoff, Stadtseelsorger der Malteser in Dortmund, segnete die neuen Räumlichkeiten – wie es bei den Maltesern gute Tradition ist – im Rahmen einer kurzen Andacht.

Im Anschluss an die Eröffnung öffnete der Hülshof seine Türen für das breite Publikum. Beim Tag der offenen Tür nutzten zahlreiche Dortmunderinnen und Dortmunder die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen und Einblicke in die vielfältige Hospiz- und Trauerarbeit zu erhalten. Mitarbeitende führten durch das Haus, stellten ihre Arbeit vor und standen für Gespräche zur Verfügung. Auch Familien waren willkommen: Ein kleines Mitmachprogramm sorgte dafür, dass sich auch Kinder in entspannter Atmosphäre wohlfühlen konnten.

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