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05.10.2026
Hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren: der Jakobsweg.
Foto / Quelle: Harald Oppitz/KNA

Wieder Rekordjahr auf dem Jakobsweg in Sichte

Sinnsuche, Selbstfindung oder Frömmigkeit – für Pilger gibt es viele Gründe, den Jakobsweg nach Santiago de Compostela anzutreten.

Santiago de Compostela

GDer Jakobsweg steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. In Santiago de Compostela hat das Pilgerbüro am Sonntag das 500.000. Pilgerdiplom ausgestellt. Im Beisein von Erzbischof Francisco Prieto erhielt es die Mexikanerin Guadalupe Idalia Goicoechea Salinas, die mit ihrem Mann Enrique und Sohn Luis den Klassiker gewählt hatte: auf dem Französischen Weg die letzten 110 Kilometer ab Sarria bis Santiago.

Es zeichnet sich ab, dass der Rekord aus dem Vorjahr von 530.987 zertifizierten Pilgerankünften übertroffen wird. Obwohl die Zahlen im Oktober bis Dezember erfahrungsgemäß deutlich zurückgehen, dürften es am Silvestertag etwa 570.000 sein, heißt es in einer Schätzung der Regionalzeitung „La Voz de Galicia“.

Und wieder ein Heiliges Jahr

Dies gilt aber nur als Vorspiel für 2027. Dann steht auf dem Jakobsweg das nächste „Heilige Jahr“ an: weil der Jakobustag, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt. Dieses Privileg eines Jubeljahres geht auf das Mittelalter zurück. 1122 von Papst Calixtus II. ins Leben gerufen, bestätigte Alexander III. 1179 das Heilige Jahr per Bulle als fortdauerndes Ereignis.

Antriebe der Pilger in heutiger Zeit sind – über religiöse Gründe hinaus – oft Sinnsuche, Selbstfindung, Begegnungen und Gemeinschaft. Zudem ist Pilgern für viele Aufbrechende zu einem Lifestyle-Event geworden.

KNA
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