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27.10.2026
Menschen gehen zu einem Sammelgrab bei einer Trauerfeier für Verstorbene ohne Angehörige am 21. Oktober 2026 auf dem Hauptfriedhof in Schweinfurt.
Foto / Quelle: KNA

Bestattungskosten steigen stark

Der letzte Abschied geht ins Geld: Bestattungen verteuern sich teilweise deutlich stärker als das Leben insgesamt. Doch bei den staatlich bezahlten Beerdigungen zeigt sich eine andere Entwicklung.

Wiesbaden

Sterben in Deutschland ist teurer als Leben: Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren sind zuletzt überdurchschnittlich im Preis gestiegen. Verbraucher mussten dafür 2025 im Schnitt 3,2 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum nur um 2,2 Prozent.

Auch Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel verteuerten sich. Hier stiegen die Preise im Durchschnitt um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Weniger Ausgaben für Sozialbestattungen

Können Angehörige die Kosten einer Bestattung nicht aus dem Nachlass oder eigenen Mitteln tragen, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialhilfe einspringen. Die Sozialhilfeträger gaben 2025 brutto 51,6 Millionen Euro für solche Sozialbestattungen aus. Das waren 16,3 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 2015 hatten die Ausgaben bei 61,7 Millionen Euro gelegen.

Rund 15.400 Menschen erhielten 2025 eine Übernahme beantragter Bestattungskosten. Zehn Jahre zuvor waren es noch knapp 23.400.

Friedhöfe bringen Kommunen Millionen

Für die Kommunen sind Friedhöfe zugleich eine Einnahmequelle. Städte und Gemeinden in den Flächenländern nahmen 2024 rund 951,9 Millionen Euro aus Gebühren und ähnlichen Entgelten im Friedhofs- und Bestattungswesen ein. Das waren 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und gut ein Drittel mehr als 2014.

KNA

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