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12.10.2026
Gruppenbild mit den Gästen aus Lettland.
Foto / Quelle: privat

Partner seit 30 Jahren

Drei Jahrzehnte Partnerschaft zwischen den katholischen Gemeinden in Rheda und Valmiera in Lettland.

Rheda

Bei einem ökumenisch gestalteten Begegnungsabend der katholischen Gemeinden und der evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde in Rheda wurde der 30 jährigen Partnerschaft gedacht, die 1996 mit dem Besuch einer Delegation der Johannesgemeinde unter Leitung von Pfarrer Witold Szmigielski in Valmiera begonnen hatte.

Schon damals war die Reisegruppe ökumenisch besetzt, denn die Partnerschaft mit der evangelischen Gemeinde in Matisi ging bereits ins dritte Jahr. Die katholische Gemeinde in Valmiera verfügte sechs Jahre nach Ende der Sowjetherrschaft noch nicht über belastbare Strukturen für den Aufbau einer Partnerschaft auf mehreren Ebenen. So bestand der Beitrag der deutschen Katholiken über Jahre darin, Päckchen zu packen für ältere Gemeindemitglieder. Da die Renten klein sind und die Inflation groß, sind die Weihnachtspäckchen auch heute noch eine alljährliche willkommene Unterstützung.

Heute gehören zur Delegation der lettischen Katholiken Larisa Roznova, Ilona Rektina und Dana Domine, die ehrenamtlich in der Seelsorge der katholischen Gemeinde Valmieras, die viele Randbezirke umfasst, tätig sind. Der örtliche Pfarrer ist gleichzeitig Militärseelsorger und nicht immer vor Ort, so dass die ehrenamtliche Arbeit für den Zusammenhalt der Katholiken von großer Bedeutung ist. Auch in Valmiera wird die Gemeinde kleiner, die Sonntagsschule findet nicht mehr statt, weil kaum noch Kinder kommen. Dafür sind die Angebote für die ältere Generation wichtig wie die regelmäßigen Treffen zum Gebet und die Hausbesuche. In Gesprächen wurde deutlich, wie hilfreich dabei die Unterstützung der Caritas in Rheda ist.

Umfangreiches Programm

Die Freundeskreise Matisi der evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde und Valmiera der St. Clemens Kirche Rheda-Wiedenbrück hatte ein umfangreiches Programm für die lettische Delegation zusammengestellt, das neben vielen Informationen auch Möglichkeiten zum Austausch und zur Begegnung enthielt. Dazu zählten ein Termin mit der Landrätin Ina Laukötter in Gütersloh, Besuche des Elisabeth-Seniorenheimes in Rheda und des Bibeldorfes in Rietberg, die Teilnahme an katholischen und evangelischen Gottesdiensten sowie der so gelungene ökumenische Abend der Begegnung, an dem es um die Erinnerung an die Anfänge, aber auch um Dank für die lange Verbundenheit und die Aussicht auf Fortsetzung der Partnerschaft ging.

Was mit der Freundschaft des Rhedaer Tischlermeisters Friedel Papenfort und dessen lettischen Kollegen Artur Rudzitis in den 1990er Jahren begann, hat zu regelmäßigen Besuchen, zu beständiger Hilfe und zu vielen persönlichen Begegnungen geführt, die die Christen im Kreis Valmiera mit den Christen in Rheda-Wiedenbrück zusammengebracht haben. Die Freude darüber war deutlich spürbar.

Hintergrund

Gefördert wurde dieser Besuch von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes NRW.

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