Papst verurteilt religiöse Rechtfertigung von Kriegen
Kriege im Namen Gottes? Papst Leo XIV. weist religiöse Begründungen für Gewalt entschieden zurück.
Papst Leo XIV. hat die religiöse Rechtfertigung von Kriegen verurteilt. Bei dem Besuch einer Pfarrei im römischen Stadtteil Ponte Mammolo am Sonntag erinnerte er an gewalttätige Konflikte überall auf der Welt. Diese entstünden durch das absurde Ansinnen, Probleme und Meinungsverschiedenheiten mit Krieg lösen zu wollen, so der Papst in seiner Predigt in der Herz-Jesu-Kirche. „Manche wollen dann sogar den Namen Gottes in diese Entscheidungen des Todes hineinziehen, aber Gott lässt sich nicht von der Finsternis vereinnahmen.“ Vielmehr wolle er der Menschheit Licht, Hoffnung und Frieden schenken.
Leo XIV. feierte die Messe anlässlich eines Pastoralbesuchs in der Gemeinde. Denn der Papst ist nicht nur Oberhaupt der weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken, sondern auch Bischof des Bistums Rom, die mit rund 2,6 Millionen Katholiken in 330 Pfarreien nach Mailand das zweitgrößte Bistum in Italien ist. Die Gemeinde Herz Jesu war die fünfte und letzte Station des aktuellen Besuchsprogramms.
Vor dem Gottesdienst hatte sich Leo XIV. zunächst mit Familien der Pfarrei getroffen. Anschließend kam es zu einer Begegnung mit älteren, kranken, armen und obdachlosen Angehörigen der Kirchengemeinde sowie Ehrenamtlern. Die Pfarrei Herz Jesu liegt im Nordosten der italienischen Hauptstadt; zu ihrem Gebiet gehört auch das Gefängnis Rebibbia, eine der größten Haftanstalten Italiens.
KNA