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05.08.2026
Foto / Quelle: Besim Mazhiqi

Liborius-Reliquien beigesetzt

Festandacht und Reliquien-Prozession schließen Libori-Triduum / Erzbischof Dr. Bentz, Weihbischof König und Weihbischof Holtkotte segnen Menschen / „Backhaus Introit“ uraufgeführt

Mittendrin! – Das „eigentliche“ Libori kommt zum Abschluss und zugleich geht die Feier des heiligen Liborius, des Patrons von Erzbistum, Dom und Stadt Paderborn, gottesdienstlich, festlich weiter. Die Mitte des Libori-Festes, das Libori-Triduum 2026, endete am Dienstagnachmittag mit der traditionsreichen Libori-Festandacht mit Erzbischof Udo Markus Bentz, dem sakramentalen Segen für die Gläubigen im Paderborner Dom sowie der feierlichen Prozession mit dem Reliquienschrein über den Dom- und Marktplatz.

Die Gebeine des heiligen Liborius wurden dabei im vergoldeten Schrein zu den Klängen des Libori-Tuschs durch die Kathedralkirche, über den Pottmarkt auf dem Paderborner Domplatz zurück in die Domkrypta getragen. Die Liborius-Reliquien wurden von Generalvikar Thomas Dornseifer wieder im Altar der Domkrypta – ihrem angestammten Ort – beigesetzt. Damit fanden die zentralen drei Tage des Libori-Festes, das Libori-Triduum 2026, ihren Abschluss. „Mittendrin“ in der Abschlussandacht erklang die europäische Uraufführung des Werks „Backhaus Introit“ für Trompete und Orgel. Paderborns Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sowie die Weihbischöfe Matthias König und Josef Holtkotte segneten bei der Prozession mit dem Reliquienschrein zahlreiche Kinder und Erwachsene.

Mehrere hundert Gläubige im und rund um den Paderborner Dom erlebten den Abschluss des Libori-Triduums 2026 mit – in Präsenz oder via Live-Übertragung im Internet. Die Festandacht wurde in Gebärdensprache übersetzt, so dass auch Menschen mit entsprechender Einschränkung aktiv mitfeiern konnten.

Prozession und Segen

Nach der Andacht bildeten die bischöflichen Gäste aus der Weltkirche, das Metropolitankapitel, Priester, Diakone, Vertreter der Ordens-Christen und Laien eine festliche Prozession. Mit dem von den Schreinträgern geschulterten vergoldeten Reliquienschrein zog die Prozession über den Domplatz durch die Gassen des „Libori-Pottmarkts“ zurück in die Krypta des Domes. Auf dem Weg der Prozession segneten Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Weihbischof Matthias König und Weihbischof Josef Holtkotte viele Kinder und Erwachsene.

Europäische Uraufführung „Backhaus Introit“

Als herausgehobenes musikalisches Element der diesjährigen Abschlussandacht erklang als europäische Uraufführung das Werk „Backhaus Introit“ für Trompete und Orgel. Das von Jörg Segtrop mit der Trompete und Domorganist Tobias Aehlig an der Domorgel in Paderborn aufgeführte Werk des bekannten australischen Komponisten Gordon Kerry (*1961) betont den weltkirchlichen Aspekt des Liborifestes und bringt die engen Beziehungen zwischen dem Erzbistum Paderborn und der Diözese Sandhurst in Australien zu Gehör. Das Werk ist zu Ehren von Dr. Heinrich Backhaus (1812–1882) für das diesjährige „Keys of Gold Festival“ in Bendigo und das „Liborifest“ in Paderborn komponiert worden. Heinrich Backhaus wuchs in Paderborn auf, studierte in Würzburg und Rom Theologie und kam als Missionar schließlich nach Australien, wo er über 30 Jahre lang segensreich wirkte. Die Diözese Sandhurst (Australien) verdankt ihre Gründung dem Paderborner Priester Heinrich Backhaus, weshalb zwischen den beiden Ortskirchen von Sandhurst und Paderborn bis heute herzliche Beziehungen bestehen.

Halbzeit erreicht

Der Abschluss des Triduums mit der Rückführung des Reliquienschreins des Bistumspatrons markiert die „Halbzeit“ des Libori-Festes. Unter dem diesjährigen Libori-Leitwort „mittendrin. Libori 2026“ werden noch bis Sonntag täglich Pontifikalämter im Hohen Dom gefeiert. Im Hochchor des Doms steht dann eine silberne Büste des heiligen Liborius, die ebenfalls Reliquien des Paderborner Dom-, Bistums- und Stadtpatrons enthält.

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