Katholische Kirche: Filme sollen mit starken Bilden aufrütteln
Filme können laut der katholischen Kirche dazu beitragen, mit starken Bildern Menschen für wichtige Themen zu sensibilisieren – wie etwa für die Lage von Geflüchteten im Mittelmeer. Dieses dürfe keine Todeszone sein.
Aus Sicht der katholischen Kirche braucht es mehr Filme, die die Menschen mit starken Bildern zu wichtigen Themen aufrütteln. Auch zur prekären Lage von flüchtenden Menschen im Mittelmeer „ist eine filmische Übersetzung ihrer Geschichten wichtig“, sagte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Sonntagabend in Berlin. Anlass war der Ökumenische Empfang der Kirchen bei der 76. Berlinale, bei dem auch über den Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ gesprochen wurde.
Der 2025 entstandene Film befasst sich mit der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik und der Situation an den europäischen Außengrenzen. „Für uns ist es nicht möglich, eine solche Situation selbst zu erleben“, so Marx weiter. Es sei daher wichtig, dass mit Filmen und Dokumentationen neue Horizonte für die Zuschauer aufgerissen würden. „Wir müssen uns fragen: Wollen wir, dass den Menschen so etwas passiert?“
Mittelmeer dürfe keine Todesfalle sein
Für Marx ist dabei klar: „Das Mittelmeer darf nie wieder zu einer Todesfalle werden.“ Niemand dürfe zudem in Länder zurückgeschickt werden, in denen Folter, Verfolgung oder der Tod drohten. Ohne ins Detail zu gehen, kritisierte Marx eine Orientierung an einer rechtspopulistischer Flüchtlingspolitik: „Dieses Nachahmen der Rechtsradikalen ist furchtbar.“