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19.01.2026
Christian Hümpfner (Herausgeber und Nachwuchswissenschaftler) stellt die Studie und das Buch dem zahlreich erschienenen Publikum vor.
Foto / Quelle: Heike Probst / ThF-PB

Gemeinsam lebendig bleiben

Im Rahmen einer öffentlichen Buchpräsentation wurde der Sammelband „Ökumenische Impulse für eine Kirche mit Zukunft“ vorgestellt.

Paderborn

Prof. Dr. Stephan Wahle, Prorektor der Theologischen Fakultät Paderborn und Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaft, sowie Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Lehrstuhlinhaber für Moraltheologie, präsentierten das Werk gemeinsam mit dem Herausgeber und Nachwuchswissenschaftler Christian Hümpfner. Einige der Autoren – Prof. Dr. Andreas Henkelmann, Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Dr. Björn Hirsch und Pastor Raphael Bellmann – gaben Einblicke in ihre jeweiligen Beiträge. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Marah Heinrich (Klavier) und Sebastian Pietsch (Violoncello) mit Werken von Giovanni Battista Cirri und Richard Hofmann.

Prof. Dr. Kai Gallus Sander, Prodekan der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen Fachbereich Theologie am Standort Paderborn und Professor für Systematische Theologie, skizzierte in seiner Ansprache die Entstehungsgeschichte des Projekts. Ausgangspunkt sei eine Diskussion mit Studierenden gewesen, welche der kirchlichen Grundvollzüge – Diakonie, Liturgie oder Verkündigung – für eine zukunftsfähige Kirche besonders bedeutsam seien. Dabei sei deutlich geworden, dass es an belastbaren empirischen Daten fehle.
„Allein die Formulierung eines solchen Forschungsanliegens ist sehr kompliziert“, so Sander. Ob man finanzielle Mittel, Arbeitszeit Hauptamtlicher, ehrenamtliches Engagement oder gesellschaftliche Wirkungen von Kirche messe, sei keineswegs trivial. Umso erfreulicher sei es, dass Christian Hümpfner eine Studie und daraus hervorgehend nun auch ein Buch vorlegt, das sich dieser Fragestellung systematisch widme.

Lebendigkeit von Kirche

Herausgeber Christian Hümpfner stellte die zugrunde liegende Studie sowie die Struktur des Sammelbandes vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, in welchem Maß die ekklesiologischen Grundvollzüge der Kirche – Diakonie, Verkündigung, Liturgie und Gemeinschaft – in christlichen Gemeinden verwirklicht werden und wie ihr Zusammenspiel die wahrgenommene Lebendigkeit von Kirche prägt.

Am Beispiel der Stadt Fulda wurden Gottesdienstteilnehmendenzahlen erhoben und die Antworten von 1.011 Gottesdienstteilnehmenden sowie Gemeindeleitungen aus katholischen, evangelischen, freikirchlichen und weiteren Gemeinden ausgewertet. Die Ergebnisse spiegeln vor allem die Perspektive regelmäßiger Gottesdienstteilnehmender wider. „Für die Befragten ist eine gut gestaltete, musikalisch abwechslungsreiche Liturgie wichtig. Sie wünschen sich Gemeinschaft und gute Seelsorge, erleben diese jedoch häufig nicht in ausreichendem Maß oder in der gewünschten Qualität“, resümierte Hümpfner.

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