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05.11.2026
Margot Friedländer, Überlebende des Holocaust und Zeitzeugin, am 16. Oktober 2023 in ihrer Wohnung in Berlin.
Foto / Quelle: Gordon Welters/KNA

Gedenkstein für Grab von Margot Friedländer

Sie gilt als eine der bekanntesten Überlebenden des Holocaust: Margot Friedländer. An ihrem Grab in Berlin soll nun ein Gedenkstein an ihr Leben erinnern.

Berlin

Das Grab der prominenten Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee soll diesen Donnerstag einen Gedenkstein erhalten. Der Stein wurde von einem Schüler der Berliner Max-von-Laue-Oberschule gestaltet, ist etwa handtellergroß und trägt ein Porträt von Friedländer, wie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin mitteilte. Der Stein soll dort um 10 Uhr niedergelegt werden.

Während am Grab dann eine Nachbildung des Gedenksteins stehe, werde das Original in einer Vitrine im Ausstellungsbereich der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Synagoge Pestalozzistraße zu sehen sein, so die Gesellschaft.

Familie in Auschwitz ermordet

Friedländer engagierte sich als Zeitzeugin für die Aufarbeitung der NS-Zeit. Sie wurde 1921 in Berlin als Margot Bendheim geboren. Nach der Schule arbeitete sie in einer Schneiderei, ab 1940 musste sie Zwangsarbeit leisten. Ihre Familie hatte vergeblich versucht, vor den Nationalsozialisten in die USA zu fliehen, und wurde in Auschwitz ermordet.

Margot Friedländer selbst wurde im Untergrund in Berlin entdeckt und 1944 ins KZ Theresienstadt gebracht. Nachdem sie 1946 mit ihrem Ehemann in die USA ausgewandert war, kehrte Friedländer 2010 dauerhaft nach Berlin zurück. Sie starb im Mai vergangenen Jahres. Besonders bekannt war ihr Ausspruch „Seid Menschen!“.

KNA
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