Vom Weihnachtswunder – Pater Hans-­Joachim Lohre wieder in der Heimat

Der Weihnachtsbrief von Pater Hans-­Joachim Lohre aus Hövelhof nach Ende seiner einjährigen Entführung berührt Weihbischof Matthias König.

Pater Hans-­Joachim Lohre kommt aus Hövelhof und ist Mitglied der Gemeinschaft der Afrikamissionare „Weiße Väter“. (Foto: privat)
Pater Hans-­Joachim Lohre kommt aus Hövelhof und ist Mitglied der Gemeinschaft der Afrikamissionare „Weiße Väter“. (Foto: privat)
veröffentlicht am 05.01.2024
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Der Weihnachtsbrief von Pater Hans-­Joachim Lohre aus Hövelhof nach Ende seiner einjährigen Entführung berührt Weihbischof Matthias König.

Paderborn (pdp). Dankbar und erleichtert fühlte sich Weihbischof Matthias König, als am Abend des 27. Novembers 2023 das Auswärtige Amt die Freilassung von Pater Hans-­Joachim Lohre bekannt gab: Nach mehr als einem Jahr in Gefangenschaft einer islamistischen Gruppe kehrte der aus Hövelhof stammende Ordens­geistliche aus Mali zurück in seine Heimat („Der Dom“ berichtete). „Berührt und bewegt“ habe ihn der Weihnachtsbrief des freigelassenen Geistlichen, den dieser an Weggefährten verschickt hat, erklärt der Weihbischof, der im Erzbistum verantwortlich ist für die Aufgaben der Weltkirche und Weltmission sowie für Institute des geweihten Lebens und für Gesellschaften des apostolischen Lebens.

„Pater Ha-­Jo Lohre überschreibt seine Nachricht mit dem Begriff ‚Weihnachts-­Wunder‘, spricht dann aber von einem ‚Christkönig-­Wunder‘, denn am Christkönigfest wurde er freigelassen“, erläutert König. „Mit ihm, seinen Angehörigen, seinen Ordensbrüdern und den zahllosen Menschen, die für ihn gebetet haben, bin ich dankbar für seine Freilassung und Rückkehr.“

„Nun glaube ich ja fest daran, dass Gott auch heute noch Wunder wirkt“

Pater Hans-­Joachim Lohre schrieb in seinem Weihnachtsbrief: „Als man mir im November 2023 sagte: ‚­partir ­Allemagne‘ – ‚nach Deutschland fahren‘ – fühlte ich mehr ungläubige Überraschung als Freude … das ist doch unmöglich! Nicht einmal ein Jahr war ich in den Händen des ­JNIM (‚Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime‘), die sich zu Al-Qaida bekennt … sollte das Wunder wahr werden? Tatsächlich hatte ich am 20. November, dem Christkönigfest 2022, gedacht, als mir klar wurde, dass ich Opfer einer islamistischen Entführung geworden war: ‚Na ja, da weiß ich ja, wo ich die nächsten sechs Jahre verbringen werde, vielleicht drei, wenn ich Glück habe, aber eher vier bis fünf Jahre, das scheint so der Durchschnitt zu sein, auf jeden Fall ein Minimum von zwei Jahren, und ein Jahr, das wäre das reinste Wunder.‘

Nun glaube ich ja fest daran, dass Gott auch heute noch Wunder wirkt, aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass Gott für mich ein Wunder wirken würde. Dieses Jahr in der Wüste Malis, vom Christkönigfest 2022 bis zum Christkönigfest 2023, hat mich erfahren lassen, dass Gott Tag für Tag für mich Wunder wirkte: Verschonung von Krankheiten, von schlechter Behandlung, vor Schlangen und Skorpionen, immer ausreichend Wasser und Nahrung.

Das größte Wunder jedoch war für mich, 368 dieser 371 Tage, im Gebet, in tiefem inneren Frieden und im Bewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben! Und ich bin mir absolut sicher, dass ich dieses ausschließlich den Gebeten vieler Tausender Menschen, Christen wie Muslimen in Mali und auf der ganzen Welt, verdanke.“

Schauen Sie doch mal in die aktuelle DOM-Ausgabe rein. Dort finden Sie eine Vielzahl an Berichten zur katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn, deutschlandweit und auch weltweit. Es lohnt sich bestimmt.

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
02.03.2024

 

 

 

 

Messdiener pilgern im Sommer nach Rom

Hunderttausende Kinder und Jugendliche ­engagieren sich als Messdiener. 35 000 von ihnen wollen an der Ministrantenwallfahrt teilnehmen.

weiterlesen
01.03.2024

 

 

 

 

Erzbistum Paderborn betritt Neuland

Prälat Thomas Dornseifer installiert Dr. Nils Petrat als Pfarrer der Pfarrei St. Dionysius Herne und ernennt Stefan Kaiser zum Pfarrbeauftragten und Ludger Keite zum moderierenden Priester des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Dortmund-Nordost.

weiterlesen
01.03.2024

 

 

 

 

Digitalisierung verändert das Trauern

Können Menschen durch Digitalisierung unsterblich werden? Was macht es mit Trauernden, wenn sie durch KI in die Lage versetzt werden, mit Toten sprechen zu können?

weiterlesen