Erzbistum trauert um Erzbischof em. Karl Hesse

Aus dem Erzbistum Paderborn stammender emeritierter Erzbischof der Diözese Rabaul im Inselstaat Papua-Neuguinea verstorben.

Erzbischof em. Karl Hesse MSC war lange Jahre regelmäßig beim Libori-Fest zu Gast im Erzbistum Paderborn. Er lebte nach seiner Emeritierung weiterhin in Papua-Neuguinea.
Erzbischof em. Karl Hesse MSC war lange Jahre regelmäßig beim Libori-Fest zu Gast im Erzbistum Paderborn. Er lebte nach seiner Emeritierung weiterhin in Papua-Neuguinea.
veröffentlicht am 23.05.2023
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Aus dem Erzbistum Paderborn stammender emeritierter Erzbischof der Diözese Rabaul im Inselstaat Papua-Neuguinea verstorben / Herz-Jesu-Missionar aus Arnsberg verstarb am Sonntag

Am Sonntag, 14. Mai 2023, verstarb der aus dem Erzbistum Paderborn stammende emeritierte Erzbischof der Diözese Rabaul im Inselstaat Papua-Neuguinea, Erzbischof em. Karl Hesse MSC, im Alter von 86 Jahren. Der Verstorbene Herz-Jesu-Missionar wurde 1936 in Arnsberg-Voßwinkel im Sauerland geboren und wirkte als Missionar, Priester und Bischof im Inselstaat Papua-Neuquinea. Regelmäßig besuchte der jetzt verstorbene Erzbischof seine Heimat Voßwinkel und war in seinem Heimatbistum Paderborn zu Gast.

„Zahlreiche Menschen aus Kirche und Gesellschaft in Papua-Neuguinea, aus der Heimat und dem Orden werden des Verstorbenen dankbar gedenken. Sein missionarisches Engagement für den Glauben und die Menschen ist Frucht seiner lebenslangen Jesus-Nachfolge“, würdigten Weibischof Matthias König als Bischofsvikar des Erzbistums Paderborn für die Aufgaben der Weltkirche und Weltmission und Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck als aktueller Leiter des Erzbistums den verstorbenen emeritierten Erzbischof von Rabaul.

Die Sendung Jesu „Geht hinaus in alle Welt!“ mit Worten und Taten umgesetzt

Schon früh habe sich der in Voßwinkel geborene Karl Hesse in die besondere Nachfolge Jesu rufen lassen, um als Missionar und Priester die Sendung Jesu „Geht hinaus in alle Welt!“ mit Worten und Taten umzusetzen, erklärt Weihbischof König, der im Erzbistum Paderborn auch Bischofsvikar für Institute des geweihten Lebens und für Gesellschaften des apostolischen Lebens ist. Das missionarische Wirken im Inselstaat Papua-Neuquinea von Karl Hesse sei von seiner Glaubensgewissheit inspiriert gewesen, dass die christliche Botschaft eine „Lebensbotschaft mit Herz und Verstand“ sei.

„Der Missionar, Priester und Bischof Karl Hesse hat nicht allein den christlichen Glauben den Menschen verkündet und vorgelebt, sondern er hat ihn auch durch seinen Einsatz für die Menschen und für die Gesellschaft konkret werden lassen.“ Das Evangelium und die Lebenswirklichkeit der Menschen seien dem Herz-Jesu-Missionar „Mitte und Richtschnur“ gewesen: Die Not und das Leben der Menschen zu sehen und im Gebet vor Gott zu tragen, daraus habe Karl Hesse „real und praktisch“ gelebt.

Vita Erzbischof em. Karl Hesse MSC

Karl Hesse wurde 1936 in Arnsberg-Vosswinkel im Sauerland geboren und empfing 1963 das Sakrament der Priesterweihe. Nachdem er zwei Jahre lang als Präfekt das Internat des Ordens in Münster-Hiltrup geleitet hatte, ging er 1966 als Missionar in das Erzbistum Rabaul in Papua-Neuguinea. Dort wirkte er zunächst als Pfarrer in Raunsepna in den Baininger Bergen des Inselstaates. 1978 wurde Hesse von Papst Paul VI. zum Weihbischof ernannt und empfing die Bischofsweihe, arbeitete aber zunächst weiter als Seelsorger in Raunsepna. 1981 wurde er zum Bischof von Kavieng auf der Insel Neuirland ernannt. 1990 folgte die Ernennung von Karl Hesse zum Erzbischof von Rabaul.

Segensreiches Wirken

Im Jahr 2002 wählte die Vollversammlung der Katholischen Bischofskonferenzen von Ozeanien Bischof Karl Hesse für drei Jahre zu ihrem Präsidenten. Ebenfalls 2002 erhielt er von der britischen Königin den „Order of the British Empire“ für seine Verdienste in den Bereichen Wohltätigkeit, Kirche und Gemeinschaft. Papst Benedikt XVI. nahm das von Erzbischof Hesse aus Altersgründen vorgetragene Rücktrittsgesuch vom Amt des Erzbischofs von Rabaul am 11. August 2011 an.

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