Aufruf zum Schutz der Schöpfung

Der Künstler Emeka Udemba hat das neue Hungertuch des Entwicklungshilfswerkes MISEREOR ­gestaltet. Seine Collage zeigt die Erdkugel, die vier Händen zu entgleiten droht.

Das neue Hungertuch zur Fastenaktion 2023 und 2024 des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR wurde von dem Künstler ­Emeka ­Udemba gestaltet. (Foto: Volker Hasenauer)
Das neue Hungertuch des Künstlers Emeka Udemba für das Bischöfliche Hilfswerk Misereor zu den Fastenaktionen 2023 und 2024 bei der Vorstellung am 8. Juli 2022 in Freiburg.
veröffentlicht am 22.02.2023
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Der Künstler Emeka Udemba hat das neue Hungertuch des Entwicklungshilfswerkes MISEREOR ­gestaltet. Seine Collage zeigt die Erdkugel, die vier Händen zu entgleiten droht. Leitwort der Aktion für die Jahre 2023 und 2024 ist der Schutz von Umwelt und Klima und hat den Titel: „Was ist uns heilig?“

Freiburg (KNA). Die knapp drei mal zwei Meter große Collage des Künstlers zeigt unseren blau-­grünen Planeten, der von feuer­roten Flächen überzogen ist. Auch der Hintergrund ist in bedrohlichen Rottönen ­gestaltet, die Zeitungsseiten ­überdecken. Leitwort der MISEREOR-Hungertuch-­Aktion für die ­Jahre 2023 und 2024 ist der Schutz von Umwelt und Klima und hat den Titel: „Was ist uns heilig?“

Die Collage solle nicht „bevormunden“, sondern zu verschiedenen Wegen der Auseinandersetzung einladen, sagte Udemba bei der Vorstellung seiner Arbeit in Freiburg. Er hoffe, ein Nachdenken darüber anzustoßen, wie jede und jeder die natürlichen Ressourcen nutzt, und welche Verantwortung man für die Schöpfung übernimmt. „Dabei bilden wir eine globale Gemeinschaft. Der russische Krieg in der Ukrai­ne hat Folgen für die hungernden Menschen weltweit. Das Konsumverhalten im Westen entscheidet über Leben im Süden.“

Das Hungertuch und die Debatte zu Zukunftsfragen

MISEREOR-­Geschäftsführer Pirmin Spiegel sagte, das Kunstwerk könne in Kirchen, Pfarreien und vor allem in Schulklassen Ausgangspunkt für eine Debatte zu Zukunftsfragen werden. „“Emeka ­Udemba arbeitet mit vielen Schichten und Übermalungen. Immer wieder tauchen einzelne Worte von Zeitungsausschnitten auf. Für mich ist das auch eine Reflexion darüber, wer die Deutungs- und Informationshoheit hat. Und wer wissenschaftliche Fakten und Wahrheiten überdecken will.“

­Emeka ­Udemba stammt aus Nigeria und lebt seit 25 Jahren in Deutschland. Entstanden ist sein Werk seit Ende 2021. Es wird nun in einer Auflage von rund 4.000 Exemplaren in Originalgröße auf Stoff gedruckt und kann über die MISEREOR-­Internetseite bestellt werden. Adressaten sind vor allem Schulen, Pfarreien und interessierte Gruppen. Zudem gibt es Kunstdrucke und Tücher in kleinerem Format.

Weitere Informationen

Internationale und deutsche Künstler gestalten seit 1976 – in der Regel im Abstand von zwei Jahren – für MISEREOR ein Hungertuch zu Themen der weltweiten Solidarität und Gerechtigkeit. Mit Hungertüchern werden traditionell in der Fastenzeit in katholischen Kirchen der Altarraum oder dortige Kreuze, Bilder und Statuen verhängt. Die Stoffe – auch Fastentücher genannt – sollen während der 40-­tägigen Bußzeit vor Ostern zum Fasten der Augen einladen. Den Brauch gibt es seit rund 1.000 Jahren.

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