#OutInChurch – Bekenntnis gegen Diskriminierung

Die Konferenz der zehn leitenden Pfarrer der pastoralen Räume in Dortmund nimmt zu der Aktion #OutInChurch Stellung.

#OutInChurch – Bekenntnis gegen Diskriminierung: Dortmunder Pfarrer respektieren unterschiedliche Lebensformen, betonen sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. (Foto: pixabay)
#OutInChurch – Bekenntnis gegen Diskriminierung: Dortmunder Pfarrer respektieren unterschiedliche Lebensformen, betonen sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. (Foto: pixabay)
veröffentlicht am 14.02.2022
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Die Konferenz der zehn leitenden Pfarrer der katholischen pastoralen Räume in Dortmund nimmt zu der Aktion #OutInChurch, bei der sich insgesamt 125 queere Kirchenangestellte geoutet haben, Stellung. Die Stellungnahme im Wortlaut.

Dormtund. „Wir respektieren und akzeptieren unterschiedliche Lebensformen und Lebensentwürfe und sprechen uns gegen ­jede Form der Diskriminierung aus.

In der Beteiligung an der Kampagne‚ #OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst‘ sehen wir einen mutigen Schritt von 125 queeren Mitarbeitenden der katholischen Kirche aus ganz Deutschland und drücken dafür unseren Respekt aus.

  • Wir erklären uns solidarisch mit #OutInChurch.
  • Wir sind für die Menschen da, die uns anvertraut sind und die uns vertrauen.
  • Wir sehen die ­Enttäuschungen und Verletzungen.
  • Wir unterstützen den Wunsch nach Sicherheit für queere Menschen in kirchlichen Arbeitsverhältnissen und sprechen uns für eine entsprechende Reform des kirchlichen Arbeitsrechts aus.
  • Wir setzen uns für Mög­lichkeiten der Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ein.
  • Die Grundbotschaft der Kirche ist Gottes vorbehaltlose ­Liebe für alle Menschen – in ­ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit.“

Mehr zur Initiative

In einer beispiellosen Aktion haben sich 125 Mitarbeitende der katholischen Kirche als queer geoutet und ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung.

Sie fordern eine Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts, sodass die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität künftig kein Kündigungsgrund mehr sind. Außerdem sollen diffamierende Aussagen zu Geschlechtlichkeit und Sexualität aus der kirchlichen Lehre gestrichen werden. Der Zugang zu den katholischen Sakramenten und zu allen Berufsfeldern der Kirche dürfe ihnen nicht mehr vorenthalten werden. Im vergangenen März hatte der Vatikan noch einmal klargestellt, dass homosexuelle Partnerschaften nicht den Plänen Gottes entsprächen.

Die Initiative mit dem Namen #OutInChurch – Für eine Kirche ohne Angst stellte fest, dass die Kirche Verantwortung für die Menschenrechte von Personen aus der queeren Community weltweit trage. Sie müsse daher „diffamierende und nicht zeitgemäße Aussagen“ zu Sexualität und Geschlechtlichkeit auf Grundlage humanwissenschaftlicher und theologischer Erkenntnisse revidieren.

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