Freundschaft besiegelt

Pastoraler Raum Kirchhundem und die polnische Gemeinde Kamienna Góra schließen einen Bund

Die Gäste aus Kamienna Góra posierten mit ihren Gastgebern für ein Erinnerungsfoto.

 

Kirchhundem. Der Weltjugendtag in Krakau im vergangenen Jahr hat in Kirchhundem ganz besondere Spuren hinterlassen: Mit der Gemeinde, die 40 Jugendliche aus dem Kreis Olpe zur Vorbereitung auf den Weltjugendtag fünf Tage gastfreundlich aufgenommen hatte, schlossen der Pastorale Raum Kirchhundem und der KAB-Bezirk Olpe-Siegen nun beim Gegenbesuch einen Freundschaftsbund.

„Gemeinsam verwurzelt in Jesus Christus. Mögen wir ei­nander im Gebet und durch unseren gemeinsamen Glauben weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben. Der Pastorale Raum Kirchhundem und der KAB-Bezirksverband Olpe-­Siegen bedanken sich vielmals für die herzliche Gastfreundschaft beim Weltjugendtag 2016 in Polen.“ So steht es in der Freundschafts­urkunde, die Pastor Pawel Adres aus Kamienna Góra und der Leiter des Pastoralverbundes Kirchhundem, Pfarrer Heinrich Schmidt, in der Aula der Haupt- und Sekundarschule Kirchhundem in Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen unterzeichneten.

Der Kirchhundemer Bürgermeister Andreas Reinéry hatte zu einem offiziellen Empfang eingeladen, bei dem die 50 jugendlichen Gäste aus dem Nachbarland mit Gesangsvorträgen und folkloristischen Darbietungen die Hauptakteure waren. Stellvertretend für die Pfarrgemeinderäte überreichte Mechthild Kaiser, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Kirchhundem, den polnischen Gästen eine Foto-Collage mit allen zwölf Kirchen des Pastoralverbundes.

Auf großes Interesse stieß bei den Jugendlichen die Freundschaft zwischen „ihrem“ Papst Johannes Paul II. und dem in Kirchhundem geborenen Kardinal Paul Josef Cordes. Dass beide auch noch als die „Väter“ des Weltjugendtages gelten, empfanden sie als eine weitere Aufwertung ihres fünftägigen Freundschaftsbesuches im Sauerland. „Aus den gemeinsamen Zielsetzungen dieser beiden großen Kirchenvertreter lassen sich wichtige Impulse für die Intensivierung des polnisch-­deutschen Jugendaustausches ableiten“, so Pastor Pawel ­Adres.

Im Anschluss an den offiziellen Empfang stand ein Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Kohlhagen auf dem Programm. In dem prächtigen barocken Inneren der Kirche konnten sich die Gäste heimisch fühlen, befindet sich auf dem Gebiet ihrer Stadt doch das Sanktuarium Krzeszów, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Polens und zugleich das geistliche Zentrum der Diözese Liegnitz.

Am nächsten Tag wurden die polnischen Jugendlichen im Rathaus ihrer Partnerstadt Wuppertal empfangen. Höhepunkt des Tages war eine eigene Messfeier im Kölner Dom. Weitere Stationen des Besuches waren Besichtigungen der Lewa, der Hospitalkirche und des Sauerländer Domes in Attendorn.

Einen besonderen Eindruck hatte zuvor die Einladung im Gymnasium Maria Königin in Altenhundem hinterlassen, wo die Jugendlichen in Gruppen aufgeteilt am Unterricht teilnehmen konnten. Für eine Überraschung sorgte auch der musikalische Empfang und die Gottesdienstmitgestaltung durch die Gruppe „Horizont“ aus Welschen Ennest. „Was wir hier erlebt haben, wird für immer in unserem Herzen bleiben“, sagte Kacper Trzasalski, der auch wegen seiner guten Deutschkenntnisse als Sprecher der Jugendgruppe fungierte.

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