Es begann mit der Adventssammlung

Caritas-Konferenz St. Marien in Fröndenberg feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Die Fröndenberger Caritas zählt im Jubiläumsjahr noch 22 aktive Helferinnen, hier mit Pfarrer Paul Mandelkow (l.). und Diakon Michael Deimel. Einige Damen fehlen auf dem Foto.Foto: privat

 

Fröndenberg. Ihr 50-jähriges Bestehen feiert die Caritas-Konferenz in Fröndenberg. Zum Jubiläum kann die Caritas auf zahlreiche Hilfsaktionen zurückblicken, die hauptsächlich von Frauen getragen wurden.

Das offizielle Gründungsdatum der Caritas-Konferenz ist der 5. November 1965. Bis zu diesem Tag hatte der Elisabeth-Verein sowohl die Frauenarbeit als auch die karitative Tätigkeit in der Gemeinde getragen. Aus Paderborn kam jedoch der Ruf, eine organisierte Caritas zu gründen, denn die Arbeit sollte die gesamte Gemeinde einschließen.

120 Frauen in der Gemeinde wurden angeschrieben, von denen sich 30 sofort bereit erklärten, aktiv bei der Caritas-­Konferenz mitzumachen. In den nächsten Wochen kamen noch einmal 15 Frauen hinzu, sodass die Arbeit mit einer starken Gruppe beginnen konnte.

Nachdem die Frauen mit dem Leitgedanken der Caritas vertraut gemacht worden waren, bekamen sie einen Bezirk in der Gemeinde zugeteilt. In diesem sollten sie die katholischen Einwohner besuchen und betreuen.

Die erste große Aufgabe war die Durchführung der Ad­vents­sammlung. „Denn ohne Geld geht es – bei aller Liebe – auch bei der Caritas nicht“, heißt es in der Chronik. Mehr als 3 000 D-Mark spendeten die Fröndenberger für die Arbeit der Caritas-Konferenz.

Ein Jahr nach der Gründung bekam die Caritas-Konferenz enormen Zuwachs. Anlässlich des 25-jährigen Bischofsjubiläums von Kardinal Lorenz Jäger wurde jede Pfarrei aufgerufen, dem Paderborner Erzbischof eine aktive Caritasgemeinde zu schenken. In Fröndenberg konnten die fleißigen Helferinnen 800 Mitglieder gewinnen – und standen damit an der Spitze in der Erzdiözese.

Zu den Aufgaben der Fröndenberger Caritas-Frauen gehörten neben der Betreuung der Menschen in den einzelnen Bezirken die Ambulanzschwester, die Familienpflegerin, die Fachfrauen für Mütter-, Kinder- und Altenerholung sowie die Einrichtung der Kleiderkammer im Böselager-Haus.

Doch die Caritas-Konferenz blickte auch über den Tellerrand der eigenen Gemeinde. 25 Jahre wurden Pakete in die damalige DDR geschickt. Hilfsaktionen der Malteser-­Hilfsdienste in Osteuropa wurden ebenso unterstützt wie das Durchgangslager in Unna-Massen. In Bausenhagen wurde ein Stadtrand-Erholungsheim eingerichtet, in dem alte Menschen „Urlaub ohne Koffer“ machen konnten. In den 1980er-Jahren unterstützte die Caritas vietnamesische Flüchtlinge.

Besonders erfolgreich war der Handarbeitskreis. Er erarbeitete in 30 Jahren die stolze Summe von über 125 000 Euro. Das Geld ging größtenteils in die Mission an Schwester Irene in Brasilien und Sr. Maria Isabel im Kongo.

Mit dem Bau des Schmallenbach-Hauses 1973 kamen neue Aufgaben auf die Helferinnen zu. Es gibt einen Besuchsdienst, zu Geburtstagen wird den Bewohnern gratuliert und Andachten werden gefeiert.

Auch in der Gemeinde gibt es neue Aktionen, wie etwa die Ausrichtung des Krankensalbungstages oder die Kräutersammlung zu Mariä Himmelfahrt.

Heute zählt die Fröndenberger Caritas-Konferenz noch 22 aktive Helferinnen. Zum Jubiläum wünschen sich die Damen deshalb neue ehrenamtliche Mitstreiterinnen, damit die Caritas auch künftig ihre Aufgaben noch erledigen kann.

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